Besonders der jüngste Auftragsschub im Bereich Optronik unterstreicht, wie tief der Konzern inzwischen in die europäischen Beschaffungsprogramme eingebettet ist. Über die Rüstungsagentur OCCAR wurden, zusätzlich zu früheren Tranchen, weitere 100.000 Nachtsichtgeräte für die Bundeswehr sowie 4.000 Einheiten für Belgien beauftragt. Solche Volumina sind kein kurzfristiges Geschäft, sondern de facto mehrjährige Produktionsprogramme, die Kapazitäten auslasten und Planungssicherheit schaffen.
Noch strategischer ist der Radar-Deal. Der im Dezember geschlossene Rahmenvertrag mit Rheinmetall zur Lieferung der SPEXER-2000-Radare reicht bis in die 2030er-Jahre hinein. Diese Systeme sind ein zentraler Baustein moderner bodengebundener Luftverteidigung und Drohnenabwehr, etwa im Skyranger-30-Umfeld. Entscheidend ist dabei weniger eine einzelne Abrufmenge als vielmehr die Struktur des Vertrags. Rheinmetall-Gesellschaften können über Jahre hinweg zu fixierten Konditionen ordern. Für Hensoldt ist das nahezu der Idealzustand eines Defence-Zulieferers.
Hensoldt Aktie Chart
Kurs richtet sich auf frühere Hochs aus
Hensoldt befindet sich nach dem Abverkauf und der Korrektur wieder auf dem Weg nach oben. Der Markt hat die Unterstützungszone zwischen 57,70 Euro und 64,60 Euro gehalten, und es kam erneut Kaufkraft in den Markt. Damit wurde auch die Abwärtstrendlinie gebrochen, die von den Hochs aus angelegt werden kann. Das ist ein starkes und positives Signal, ebenso wie das Überschreiten der 100-Tage-Linie in den letzten Tagen.
Das nächste Ziel liegt auf der Oberseite bei rund 110 Euro sowie bei den letzten Hochs um 118 Euro. Sollte es dort nicht zu einer Abweisung kommen, sind neue Hochs sehr wahrscheinlich. Bei einer Abweisung könnte der Kurs hingegen erneut in Richtung der 80 Euro-Marke laufen.
Ihr Konrad
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