Hensoldt- und Rheinmetall-Aktie: Zukunftsfähig!

Die Aktien von Hensoldt und Rheinmetall mussten am Mittwoch Federn lassen. Operativ aber meldeten die Rüstungsunternehmen einen Erfolg, der in die Zukunft weist.

Auf einen Blick:
  • Die Hensoldt-Aktie verlor am Mittwoch 1,5 Prozent, Rheinmetall sogar fast drei
  • Dabei hatten die Rüstungskonzerne einen gemeinsamen Erfolg gemeldet
  • Es ging um einen Meilenstein für die zukünftige, vernetzte Luftverteidigung

Nach einem ordentlichen Start in die neue Börsenwoche haben die deutschen Rüstungstitel von Hensoldt und Rheinmetall am Mittwoch wieder deutlich nachgelassen. Die Aktie von Hensoldt verlor bis zum Abend auf Xetra 1,5 Prozent auf 92,56 Euro. Rheinmetall gab sogar 2,9 Prozent auf 1.178 Euro nach. Eine positive Neuigkeit hatte keinen Impuls setzen können.

Gemeinsamer Meilenstein für Hensoldt und Rheinmetall

Denn Rheinmetall und Hensoldt haben laut Mitteilung vom Mittwoch einen Meilenstein für die zukünftige, vernetzte Luftverteidigung erreicht. „Im Rahmen der Übung Timber Express 2026 der Deutschen Luftwaffe wurde das Luftlagebild des Passivradars Twinvis von Hensoldt erfolgreich in das Rheinmetall-Führungs- und Waffeneinsatzsystem Skymaster integriert“, meldet Rheinmetall. Das Skymaster-System habe dabei die im Szenario eingesetzte Skynex-Flugabwehrbatterie geführt.

Die Einbindung erfolgte demnach unter realitätsnahen NATO-Vernetzungsbedingungen und demonstrierte die hohe Flexibilität sowie die offene Architektur des Skymaster-Systems. „Durch die Fusion und Korrelation der Sensordaten innerhalb des Link-16-Netzwerks der NATO konnte ein gemeinsames Luftlagebild erzeugt werden“, so die Mitteilung. „Das Hensoldt-Passivradar überzeugte dabei durch eine exzellente Qualität bei der Erfassung und Nachverfolgung von Luftzielen.“

  • Dies bestätigt laut Rheinmetall „den hohen operativen Mehrwert moderner passiver Sensorik für Luftverteidigung“
  • Und weiter: „Die Demonstration unterstreicht die Zukunftsfähigkeit verteilter und vernetzter Sensornetzwerke“

„NATO-kompatible Integration höchster Qualität“

Der Erfolg dieser Erprobung wurde Rheinmetall zufolge durch die enge und konstruktive Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Organisationen der Deutschen Luftwaffe, der Übungsleitung sowie den Expertenteams von Rheinmetall Air Defence und Hensoldt ermöglicht. „Gemeinsam gelang es, auch in einem anspruchsvollen technischen Umfeld eine NATO-kompatible Integration höchster Qualität umzusetzen und damit einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung moderner integrierter Luftverteidigungsfähigkeiten zu leisten.“ Nur an der Börse profitierte Hensoldt ebenso wenig wie Rheinmetall.

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