Hensoldt kooperiert mit US-Techkonzern. So hat der deutsche Sensorspezialist eine Absichtserklärung mit der hiesigen Niederlassung von IBM geschlossen, um im Bereich softwarebasierter Verteidigungsarchitekturen zusammenzuarbeiten.
Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Weiterentwicklung von Hensoldts Datenmanagementsoftware MDOcore.
Hensoldt-Aktie: MDOcore – Daten aus allen Domänen in ein Lagebild
MDOcore ist eine Software, die unstrukturierte und verteilte Sensordaten aus verschiedenen militärischen Systemen zusammenführt und mithilfe von KI-gestützten Analysemethoden in handlungsorientierte Erkenntnisse überführt. Die Lösung verbindet Daten vom Sensor am Gefechtsfeld über mobile Rechenzentren bis hin zu gesicherten Cloud-Infrastrukturen und kann sowohl in zertifizierten Clouds als auch vor Ort beim Kunden betrieben werden.
IBM Deutschland bringt dabei seine Expertise in den Bereichen Datenplattformen, souveräne künstliche Intelligenz und Automatisierung ein – unter anderem auf Basis der Plattformen Watson X und IBM Automation. Ziel ist es, bewährte Softwarekomponenten dort einzusetzen, wo sie bereits erprobt sind, um Entwicklungszeiten zu verkürzen und Risiken zu reduzieren.
Hensoldt-Aktie: Souveränität als zentrales Prinzip
Hensoldt-Digitalchef Sven Heursch betonte, dass der Konzern als Systemhaus die vollständige Architektur-, Integrations- und Datenhoheit behalten werde. IBM-Deutschlandchef Wolfgang Wendt ergänzte, die Kooperation ermögliche es, bewährte Standardsoftware mit der Sensorik- und Systemkompetenz von Hensoldt auf einzigartige Weise zu verbinden.
Zur Einordnung: Die Partnerschaft fügt sich in einen wachsenden Trend ein: Streitkräfte weltweit rüsten ihre Systeme von plattformzentrierter Hardware hin zu vernetzter, softwaregesteuerter Kriegsführung um. Für Hensoldt, das im ersten Quartal 2026 seinen Auftragseingang mehr als verdoppelt hat und einen Rekordauftragsbestand von knapp zehn Milliarden Euro verzeichnet, ist MDOcore ein zentraler Baustein dieser Neuausrichtung vom Sensorlieferanten zum digitalen Systemintegrator.
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