Auch die Hensoldt-Aktie zeigte sich am Freitag nach den erheblichen Verlusten vom Donnerstag wieder freundlicher. So verzeichnete der Rüstungs-Titel am Vormittag ein Plus 0,6 % auf 79,65 Euro. Auf 1-Monats-Sicht blieb ein zweistelliges Minus von knapp 20 % (Stand: 20.03.2026, 9:00 Uhr).
Hensoldt-Aktie: Rüstungskonzern beschafft sich Halbleiterbausteine
Derweil hat Hensoldt sein Zukunftspotenzial gestärkt: Wie der Sensor- und Radarspezialist kürzlich bekannt gab, hat er eine langfristige Vereinbarung mit United Monolithic Semiconductors (UMS) geschlossen.
Bis 2030 liefert UMS insgesamt 900.000 Gallium‑Nitrid‑(GaN)-Halbleiterbausteine, die in den Sende‑ und Empfangsmodulen moderner Hensoldt‑Radarsysteme eingesetzt werden – darunter insbesondere die Spexer‑Radarfamilie. Die Bauteile sind entscheidend für Reichweite, Präzision und Energieeffizienz der Systeme und werden gemeinsam von Hensoldt und UMS entwickelt und getestet.
Hensoldt-Aktie: Manager betont Wachstum
Mit der Vereinbarung reagiert Hensoldt auf die weltweit stark steigende Nachfrage nach Sensor‑ und Luftverteidigungstechnologie. CFO Christian Ladurner betont, dass der Konzern seine Produktionskapazitäten „konsequent ausbaut“ und gleichzeitig die Resilienz der Lieferketten erhöht – ein strategischer Schritt, da GaN‑Technologie zu den kritischsten Komponenten moderner Radare zählt.
Für UMS, einen europäischen Spezialisten für Hochfrequenz‑ und Mikrowellenhalbleiter, ist der Vertrag ebenfalls ein Meilenstein: Das Unternehmen liefert nicht nur Bauteile, sondern unterstützt aktiv den Kapazitätsausbau von Hensoldt. CEO Xavier Crosnier verweist auf die langjährige Partnerschaft und die Bedeutung industrieller GaN‑Fertigung für Europas Verteidigungsindustrie.
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