Hensoldt Aktie: Rheinmetall-Skynex stützt Rally

Ein Großauftrag von Rheinmetall beflügelt die gesamte Rüstungsbranche und treibt auch die Hensoldt-Aktie deutlich an.

Auf einen Blick:
  • Rheinmetall erhält Milliardenauftrag für Flugabwehr
  • Hensoldt-Aktie steigt kräftig mit
  • Fregatten-Aus rückt in den Hintergrund
  • Kurs erholt sich vom Jahrestief

Rheinmetall meldet einen neuen Großauftrag. Die gesamte Rüstungsbranche reagiert sofort. Auch der Radar- und Sensorspezialist Hensoldt profitiert von der Euphorie. Die Aktie klettert kräftig und baut ihre Erholung vom jüngsten Jahrestief aus.

Skynex-Auftrag liefert Rückenwind

Auslöser der Bewegung ist eine Meldung von Rheinmetall. Der Düsseldorfer Konzern liefert vier Skynex-Flugabwehrsysteme an einen internationalen Kunden. Das Auftragsvolumen liegt bei mehreren hundert Millionen Euro. Die Folge: spürbarer Rückenwind für den gesamten Sektor.

Rheinmetall legte nach der Nachricht deutlich zu. Konkurrenten wie Renk und TKMS verzeichnen ebenfalls kräftige Kursgewinne. Auch Hensoldt profitiert als Systemanbieter für Radartechnik vom hohen europäischen Bedarf an moderner Flugabwehr.

Fregatten-Aus rückt in den Hintergrund

Zuvor belastete ein herber Rückschlag den Aktienkurs. Das Verteidigungsministerium stoppte überraschend das Fregattenprogramm F126. Hensoldt entgeht damit ein potenzielles Auftragsvolumen von rund 200 Millionen Euro. Das Management rechnet dennoch nicht mit negativen Auswirkungen auf die kurzfristige Prognose.

Die aktuelle Sektorrally federt diesen Schock ab. Auf Wochensicht verzeichnet die Hensoldt-Aktie ein starkes Plus von knapp 16 Prozent. Am Freitag schloss das Papier bei 75,22 Euro.

Damit vergrößert der Kurs den Abstand zu seinem 52-Wochen-Tief. Dieses markierte die Aktie Ende Juni bei 63,12 Euro. Aktuell liegt das Papier wieder rund 19 Prozent über dieser Marke.

Trendlinien bremsen weiter

Die Aufwärtsbewegung hat technische Grenzen. Trotz der Gewinne notiert Hensoldt unterhalb wichtiger Trendlinien. Der 50-Tage-Durchschnitt verläuft bei 76,57 Euro. Noch weiter entfernt liegt die 200-Tage-Linie bei exakt 80,77 Euro.

Langfristig bleibt die Bilanz durchwachsen. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 1,54 Prozent in den Büchern. Zum 52-Wochen-Hoch bei 115,10 Euro fehlen der Aktie rund 35 Prozent. Den nächsten handfesten Impuls liefert der anstehende Halbjahresbericht. Bis dahin bleibt der Kurs stark von allgemeinen Branchennachrichten abhängig.

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