Der Rüstungselektronik-Spezialist Hensoldt baut seine Aktivitäten im Bereich Luft- und Raketenabwehr weiter aus. Das Unternehmen hat auf der Verteidigungsmesse Eurosatory 2026 eine strategische Partnerschaft mit dem ukrainischen Verteidigungstechnologie-Unternehmen Fire Point vereinbart.
Gemeinsam wollen die Partner das Raketenabwehrsystem FREYJA entwickeln, das ballistische Raketen erkennen und abfangen soll.
Hensoldt-Aktie: Konzern liefert Radartechnologie für FREYJA
Im Rahmen der Vereinbarung sollen bereits verfügbare und im Einsatz erprobte Komponenten zu einem vollständigen Verteidigungssystem zusammengeführt werden. Hensoldt übernimmt dabei die Lieferung und Integration seiner Radartechnik.
Zum Einsatz kommen soll unter anderem das TRML-4D-Radar, das gleichzeitig mehr als 1.500 Ziele erfassen und verfolgen kann. Das System hat sich bereits bei anderen Luftverteidigungsprojekten bewährt und wird unter anderem in modernen Flugabwehrsystemen eingesetzt.
Fire Point steuert eigene Abfangraketen und weitere Komponenten für das geplante System bei. Nach Angaben der Unternehmen soll FREYJA als offene Plattform konzipiert werden. Dadurch könnten künftig zusätzliche europäische Partner ihre Technologien einbringen. Ziel ist es, eine leistungsfähige und zugleich vergleichsweise kostengünstige Alternative zu bestehenden Raketenabwehrsystemen zu schaffen.
Hensoldt-Aktie: Raketenabwehr gewinnt an Bedeutung
Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Sorgen über ballistische Raketen und Hyperschallwaffen. Viele europäische Staaten investieren derzeit Milliardenbeträge in den Ausbau ihrer Luft- und Raketenabwehr. Entsprechend hoch ist das Interesse an neuen Systemen, die schneller verfügbar und günstiger als bestehende Lösungen sein könnten.
Zur Einordnung: Moderne Sensoren gelten als unverzichtbare Grundlage jeder Luft- und Raketenabwehr, da sie Bedrohungen frühzeitig erkennen und verfolgen müssen. Für Investoren zeigt die Partnerschaft, dass Hensoldt seine starke Position im Bereich Verteidigungselektronik weiter ausbaut und von den steigenden Verteidigungsausgaben in Europa noch stärker profitieren könnte.
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