Nachdem befürchtete Eskalationen in der Weltpolitik zuletzt ausblieben, sind Rüstungsaktien wieder etwas aus dem Fokus der Anleger gerückt. Die Hensoldt-Aktie konnte sich in diesem Umfeld zwar behaupten, müsste in der zweiten Monatshälfte aber dennoch eine gewisse Korrektur verkraften. Am Donnerstagnachmittag reichte es noch für 86,40 Euro, nachdem Mitte Januar zeitweise über 90 Euro auf dem Ticker standen.
Weiterhin bleibt es dabei, dass die Auftragslage bei dem Sensorspezialist unabhängig von irgendwelchen neuen, bestehenden oder aufflammenden Konflikten hervorragend entwickeln dürfte. Denn die wichtigsten Kunden sitzen in Europa. Dort dürfte spätestens mit zwischenzeitlichen Annexionsdrohungen der USA gegenüber Grönland klar sein, dass man für die eigene Verteidigung in Zukunft viel mehr selbst tun muss.
Hensoldt: Optimistische Analysten
Die Analysten der Deutschen Bank sehen das Potenzial bei der Hensoldt-Aktie noch lange nicht als ausgeschöpft an. In einer neuen Studie wurde dem Papier nicht nur erneut eine Kaufempfehlung ausgesprochen. Es blieb auch bei einem Kursziel in Höhe von 101 Euro. Selbst die Zwischenhochs aus dem Januar werden damit noch als Unterbewertung angesehen.
Hensoldt Aktie Chart
Analyst Christophe Menard begründet die Einschätzung damit, dass die Umsätze von Hensoldt wohl am oberen Rand der von Hensoldt kommunizierten Zielspanne liegen dürften. Ein wenig wird damit impliziert, dass die Börsen das Unternehmen möglicherweise noch immer unterschätzen.
Hidden Champion?
Tatsächlich steht Hensoldt oftmals nicht unbedingt im Mittelpunkt, da das Unternehmen nicht wie Rheinmetall mit gigantischen Einzelaufträgen für Schlagzeilen sorgen kann. Die Sensoren des Unternehmens kommen allerdings in etlichen militärischen Gerätschaften zum Einsatz. Nicht alle, aber viele Auftragsmeldungen von anderen Rüstungsunternehmen sind daher für Hensoldt indirekt schon eine gute Nachricht. Daraus ergibt sich auch, dass es bei Wachstumsaussichten bleibt, solange der Boom bei der Verteidigung nicht nachlässt.
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