Nach dem Kurssprung von mehr als 5 % am Freitag steht Hensoldt bei rund 87 Euro und hat seine wichtigen gleitenden Durchschnittslinien zurückerobert. Damit rücken die Marke von 90 Euro und anschließend die psychologisch wichtige Schwelle von 100 Euro wieder näher. Jefferies traut der Aktie 98 Euro zu und empfiehlt den Kauf. Kepler Cheuvreux rechnet ebenfalls mit starken Quartalszahlen und hält eine Anhebung der Jahresprognose für möglich.
Hensoldt: Analysten sind am Ende zuversichtlich
Ganz so einig sind sich die Analysten allerdings nicht. Goldman Sachs sieht mit „Neutral“ und 85 Euro kaum Spielraum nach oben, während mwb research mit einem Kursziel von 62 Euro sogar deutlich unter dem aktuellen Niveau bleibt. Die große Spanne hängt vor allem daran, ob Hensoldt die hohen Wachstumserwartungen erfüllen und langfristig höhere Unternehmensziele erreichen kann.
Zusätzliche Chancen könnten Radarlieferungen an die Ukraine eröffnen. Bislang liegt dafür allerdings nur eine Absichtserklärung vor. Weder Liefermengen noch ein verbindlicher Zeitplan oder konkrete finanzielle Angaben sind bekannt. Für die Umsatzplanung lässt sich aus dem Vorhaben daher noch kein belastbarer Beitrag ableiten.
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Am 5. November veröffentlicht Hensoldt seine Neunmonatszahlen. Entscheidend werden neben Umsatz und Auftragseingang vor allem die Aussagen zur Jahresprognose sein. Eine Anhebung könnte den Optimisten Rückenwind geben, während unveränderte Ziele die Frage aufwerfen würden, wie viel der erwarteten Verbesserung bereits im Kurs steckt.
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