Die enttäuschte Reaktion auf Hensoldts Quartalszahlen und die angespannte Stimmung im europäischen Rüstungssektor belasteten Medienberichten zufolge gestern die Aktie. Das Papier verlor 3,8%. Rekordaufträge und die angehobene Jahresprognose reichten demnach offenbar nicht aus, um die Erwartungen der Anleger zu erfüllen.
Bereits am Donnerstag hatte dpa-AFX berichtet, dass Rheinmetalls Anpassung der Jahreserwartung die gesamte Rüstungsbranche belastete. Hensoldt geriet damit trotz einer optimistischeren eigenen Umsatzplanung in den Sog des schwachen Branchenumfelds.
Wachstum trifft auf höhere Erwartungen
Hensoldt hatte am Donnerstag die Umsatzprognose für 2026 auf rund 2,8 Milliarden Euro angehoben. Zuvor hatte das Unternehmen rund 2,8 Milliarden Euro erwartet.
Medienberichten zufolge lag das erhöhte Erlösziel dennoch unter dem Analystenkonsens. Die bereinigte EBITDA-Marge konkretisierte Hensoldt auf rund 19,0 %.
Operativ meldete das Unternehmen am Donnerstag für die ersten neun Monate 2026 einen Umsatz von 1,86 Milliarden Euro. Das entsprach einem Wachstum von 21,3 %.
Das bereinigte EBITDA stieg nach Unternehmensangaben um 33,0 % auf 281 Millionen Euro. Der Auftragseingang erreichte 3,56 Milliarden Euro.
Bei den Bestellungen betrug das Wachstum 76,7 %. Den Auftragsbestand bezifferte Hensoldt auf 10,4 Milliarden Euro.
Analysten bleiben bei ihren Einstufungen
Jefferies bestätigte am Donnerstag laut dpa-AFX die Kaufempfehlung und das Kursziel von 98 Euro. Analyst Ben Brown bezeichnete das Erlösziel für 2026 als konservativ.
JPMorgan bestätigte am Donnerstag laut dpa-AFX dagegen die Einstufung „Neutral“. Eine Änderung der Empfehlung meldete das Haus damit nicht.
Als nächster bestätigter Termin steht Hensoldts Kapitalmarkttag am 10. November an. Das Unternehmen hat die Veranstaltung in London angekündigt.
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