Jefferies stellt für den Rüstungselektronik-Konzern Hensoldt eine mögliche Anhebung der Umsatzprognose in Aussicht. Analyst Ben Brown bekräftigte am Mittwoch seine Kaufempfehlung für die Aktie mit einem Kursziel von 98 Euro.
Seiner Einschätzung nach bietet der vorangegangene Kursrückgang eine günstige Einstiegsgelegenheit für Anleger. Neben dem allgemeinen Wachstum setzt das Analysehaus vor allem auf neue Aufträge sowie ein solides drittes Quartal.
Damit rücken die kommenden Unternehmenstermine in den Mittelpunkt des Interesses. Am 5. November 2026 veröffentlicht der Konzern die Quartalsmitteilung für die ersten neun Monate des Jahres.
Wenige Tage später folgt eine weitere wichtige Veranstaltung: Für den November kündigte das Unternehmen seinen Capital Markets Day in London an. Marktbeobachter erhoffen sich von diesem Auftritt vertiefte Einblicke in die mittelfristige Unternehmensentwicklung.
Reaktionen auf das Ukraine-Abkommen
Für Bewegung sorgte in dieser Woche auch eine Vereinbarung in Osteuropa. Hensoldt und das ukrainische Verteidigungsministerium unterzeichneten eine Absichtserklärung zur Stärkung der Luftraumüberwachung und Luftverteidigung.
Vorgesehen sind weitere umfangreiche Radarlieferungen, der Ausbau der Radarfähigkeiten sowie die Prüfung eines Einsatzes und gemeinsamen Betriebs von TRL-4D-LR-Weitbereichsradaren. Da in der Mitteilung kein finanzieller Auftragswert genannt wurde, reagierten einige Marktteilnehmer mit Zurückhaltung. Medienberichten zufolge gab die Aktie am Mittwoch im Frankfurter Handel um rund vier Prozent nach.
Die Gemengelage spiegelt sich auch in den Einschätzungen anderer Institute wider. Goldman Sachs nahm die Beobachtung der Papiere am Dienstag mit der Einstufung „Neutral“ und einem Kursziel von 85 Euro auf. Das Analysehaus verwies auf die günstige Positionierung des Konzerns im europäischen Verteidigungssektor. Gleichzeitig bewerteten die Experten das Verhältnis von Chancen und Risiken auf dem aktuellen Niveau als weitgehend ausgeglichen.
Kurs konsolidiert vor Quartalstermin
Vor dem Wochenende zeigt sich das Geschehen am Aktienmarkt weitgehend stabilisiert. Am heutigen Freitag notiert der Titel bei 75,10 Euro, was einem leichten Tagesplus von 0,2 Prozent entspricht. Ob der Wert zu einer nachhaltigen Erholung ansetzen kann, dürfte nun maßgeblich von den Geschäftszahlen und den Signalen des Managements im November abhängen.
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