Hensoldt-Aktie: Hochspannung am Mittwoch!

Die Hensoldt-Aktie verliert weiter an Wert, angetrieben von geopolitischen Friedensgesprächen, obwohl das Unternehmen kürzlich wichtige Radaraufträge im Wert von über 100 Millionen Euro erhalten hat.

Auf einen Blick:
  • Kursrückgang trotz neuer Großaufträge
  • Über 100 Mio. Euro für Radarsysteme
  • Geopolitische Gespräche belasten den Sektor
  • Bewährte Technologie im Ukraine-Einsatz

Auch am Mittwochvormittag lief es für die Hensoldt-Aktie eher mau. Konkret verzeichnete der Rüstungs-Titel ein Minus von 0,25 % auf 80,25 Euro. Damit verlor das Papier in den letzten sieben Handelstagen rund 8,8 % an Wert.

Hintergrund der schwächelnden Entwicklung dürften die für Mittwoch anberaumten Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland sein. Auch wenn ein nachhaltiger Frieden laut einigen Experten aktuell eher unwahrscheinlich erscheint und die Rüstungsausgaben in Europa selbst nach einiger möglichen Einigung der beiden Staaten hoch bleiben dürften, reagiert der Markt auf jegliche Verhandlungsbemühungen traditionell mit Abwertungen für den Verteidigungssektor.

Hensoldt-Aktie: Neue Radar-Bestellungen für Europas Luftverteidigung

Dabei hat Hensoldt erst kürzlich erneut gezeigt, wie wichtig der Konzern für die Verteidigung Europas ist. So hat der Sensor- und Radarspezialist im Rahmen der European Sky Shield Initiative (ESSI) neue Aufträge im Wert von über 100 Mio. Euro erhalten.

Bestellt wurden weitere TRML‑4D‑Hochleistungsradare, inklusive Wartungs‑ und Trainingspaketen, die künftig in mehreren europäischen Ländern eingesetzt werden. Die Systeme sind ein zentraler Bestandteil des Luftverteidigungssystems IRIS‑T SLM von Diehl Defence.

Hensoldt-Aktie: Hensoldt-Radare in der Ukraine bereits im Einsatz

Der Bedarf ist groß: Europas Luftverteidigung gilt seit Jahren als unterinvestiert, während Bedrohungen durch Raketen, Drohnen und Marschflugkörper immer komplexer werden. Hensoldt verweist darauf, dass moderne, softwarebasierte Technologien heute schnellere Updates, vernetzte Fähigkeiten und kürzere Entwicklungszyklen ermöglichen. Genau hier setzt das Unternehmen mit seinen Radaren an.

Das TRML‑4D hat sich unter anderem in der Ukraine bewährt. Es nutzt moderne AESA‑Technologie und kann rund 1.500 Ziele gleichzeitig in einem Radius von bis zu 250 Kilometern erkennen, verfolgen und klassifizieren – von Drohnen über Flugzeuge bis hin zu Raketen. Hensoldt verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Radartechnik und hat im Rahmen von ESSI bereits über 150 Radare verschiedener Typen unter Vertrag gebracht.

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