Der Waffenstillstand im Nahen Osten und der Osterfrieden in der Ukraine mit vagen Hoffnungen auf einen möglichen allgemeinen Friedensschluss sorgten dafür, dass Rüstungsaktien zum Ende dieser Woche spürbar unter Druck gerieten. Dem konnte sich auch die Aktie von Hensoldt nicht entziehen, welche am Freitag um 5,9 Prozent auf 76,72 Euro abwertete.
Die Zeichen schienen klar auf mehr Frieden in der Welt zu stehen. Das wird die Auftragsbücher von Hensoldt kurzfristig zwar nicht weiter beeinflussen. Die Erwartung, dass es langfristig weniger Bedarf geben könnte, reicht für eine Fluchtbewegung an der Börse jedoch bereits aus. Die Geopolitik dürfte hier weiterhin die Richtung vorgeben.
Neue Unsicherheiten
Genau verfolgt haben dürften die Anleger die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran am Wochenende. In der Nacht zu Sonntag wurde stundenlang diskutiert, doch die Positionen scheinen zu weit auseinander zu liegen. Eine Einigung konnte letztlich nicht erzielt werden und US-Vizepräsident JD Vance trat unverrichteter Dinge die Rückreise an.
Damit steigt die Gefahr dafür, dass aus dem eingefrorenen Konflikt wieder ein heißer Schlagabtausch werden könnte. Es hilft auch nicht, dass US-Präsident es als unwichtig bezeichnete, ob es einen „Deal“ gibt oder nicht. Die USA hätten ohnehin bereits „gewonnen“. Wie ein militärischer Sieg aussieht, scheint wohl Auslegungssache zu sein.
Neuer Rückenwind für Hensoldt?
Hensoldt Aktie Chart
Zwar ist es nie eine gute Nachricht, wenn der Frieden wackelt und neuerliche Kriegshandlungen zumindest absehbar werden. Erwarten lässt sich aber dennoch, dass der Rüstungssektor in den Augen der Börsianer wieder interessanter werden könnte. Ein kleiner Rebound von Hensoldt scheint für die kommende Woche nicht undenkbar, so sich im Laufe des heutigen Sonntags nicht noch weitere Wendungen ergeben sollten.
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