101 Euro Kursziel, Kaufempfehlung, keine Änderung. Christophe Menard von Deutsche Bank Research hat seine Einschätzung zu Hensoldt am Dienstag schlicht bestätigt, und das ist in diesem Fall durchaus eine Aussage.
Mehr Geld rein, früher
Der Kern von Menards Analyse: Hensoldt rechnet im laufenden Jahr mit einem besseren Zustrom freier Finanzmittel als bisher erwartet. Der Grund sind höhere Kundenanzahlungen. Das klingt nach Buchhalter-Details, ist es aber nicht. Wer Anzahlungen bekommt, hat Aufträge. Wer Aufträge hat, hat Kunden. Wer Kunden hat, hat Rückenwind, zumindest in der Rüstungsbranche gerade.
Hensoldt AG Aktie Chart
Nedinsco als zweites Signal
Dazu kommt der Zukauf von Nedinsco. Den wertet Menard als Stärkung der industriellen Kapazitäten, zusammen mit dem Cashflow-Ausblick sieht er darin eine starke operative Dynamik. Ob Nedinsco diesen Anspruch einlöst, wird sich zeigen. Details nannte die Bank nicht.
Aktie: Luft nach oben, auf dem Papier
Die Hensoldt-Aktie notiert aktuell deutlich unter dem Kursziel von 101 Euro. Wer der Deutschen Bank glaubt, sieht also noch Spielraum. Wer skeptisch ist, erinnert sich, dass Analysten-Kursziele in der Rüstungsrallye der letzten Monate öfter hinter der Realität herliefen als vor ihr. Diesmal läuft die Aktie seit Jahresbeginn schon gut acht Prozent im Plus. Ob da noch 101 drin sind, ist eben die Frage, die Menard mit Ja beantwortet.
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