Hensoldt hat am Freitag im Umfeld eines breiten Rückgangs am deutschen Aktienmarkt nachgegeben. Laut dpa-AFX belastete ein weltweiter Ausverkauf bei KI- und Halbleiterwerten die Anleger; Hensoldt gehörte zu den betroffenen Aktien. Das Papier verlor 3,8% und schloss bei 77,78 €.
Deutsche Bank bestätigt Kaufempfehlung
Deutsche Bank Research bestätigte am Freitag nach den Quartalszahlen die Einstufung „Buy“ für Hensoldt. Das Kursziel beließ das Analysehaus bei 105 Euro.
Bereits am Donnerstag hatte Jefferies seine Kaufempfehlung mit einem unveränderten Kursziel von 98 Euro bekräftigt. Nach Einschätzung des Hauses übertrafen sowohl der Umsatz als auch das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen die Konsensschätzungen, wie dpa-AFX berichtete.
Eine weitere Analysteneinschätzung vom Donnerstag fiel zurückhaltender aus: Sie bestätigte eine neutrale Einstufung und ein Kursziel von 100,0 Euro.
Präzisierte Prognose und Kapitalmarkttag
Hensoldt konkretisierte mit den Ergebnissen für die ersten neun Monate 2026 seine Jahresprognose nach oben. Das Unternehmen erwartet für das Gesamtjahr rund 2,8 Milliarden Euro Umsatz und eine bereinigte EBITDA-Marge von rund 19,0 %.
Für die ersten neun Monate 2026 meldete Hensoldt einen Umsatz von 1,86 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA erreichte in diesem Zeitraum 281 Millionen Euro.
Der Auftragseingang belief sich für die ersten neun Monate 2026 auf 3,56 Milliarden Euro. Den Auftragsbestand bezifferte das Unternehmen auf 10,4 Milliarden Euro.
Auch das Branchenumfeld belastete die Aktie: Nach Angaben von dpa-AFX gab Hensoldt am Donnerstag nach zwischenzeitlichen Gewinnen im Sog der Gewinnwarnung von Rheinmetall nach.
Als nächster bestätigter Unternehmenstermin steht am 10. November der Kapitalmarkttag in London an.
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