Hensoldt-Aktie: Auftragsflut macht sprachlos!

Hensoldt meldet Auftragsboom im ersten Quartal 2026. Optronics-Sparte erzielt über 200 Prozent Wachstum, Konzern bestätigt Jahresprognose.

Auf einen Blick:
  • Auftragseingang springt auf 1.483 Mio. Euro, plus 111,5 Prozent gegenüber Vorjahr
  • Umsatz steigt um 25,4 Prozent auf 496 Mio. Euro
  • Bereinigtes EBITDA klettert auf 44 Mio. Euro, Marge verbessert auf 8,9 Prozent
  • Jahresprognose 2026 bestätigt, Book-to-Bill-Ziel von 1,5x bis 2,0x

Rund 1,5 Milliarden Euro Auftragseingang in einem einzigen Quartal. Wer das vor zwei Jahren prognostiziert hätte, wäre wohl belächelt worden. Hensoldt hat im ersten Quartal 2026 genau das geliefert, und der Konzern wirkt dabei noch nicht mal überrascht.

Optronics dreht völlig auf

Das Segment Optronics hat in den ersten drei Monaten 2026 Aufträge im Wert von 759 Mio. Euro eingesammelt. Im Vorjahreszeitraum waren es 50 Mio. Euro. Mehr als 200 Prozent Plus, weil die Bundeswehr ihre Schützenpanzer „Puma“ und „Schakal“ mit digitaler Optronik ausstatten will. Das Book-to-Bill-Verhältnis im Segment: 7,8x. Sieben Komma acht. Das heißt, für jeden Euro Umsatz kamen fast acht Euro neue Aufträge rein.

Das Segment Sensors lief derweil solide, mit 725 Mio. Euro Auftragseingang, plus 9,2 Prozent, getrieben von Eurofighter-Radarverträgen. Weniger spektakulär, aber eben auch nicht schlecht.

Umsatz und Marge ziehen mit

496 Mio. Euro Umsatz nach 395 Mio. Euro im Vorjahr, das sind 25,4 Prozent mehr. Das bereinigte EBITDA stieg von 30 auf 44 Mio. Euro, die Marge verbesserte sich von 7,6 auf 8,9 Prozent. Beide Segmente trugen dazu bei, wobei Optronics die größere Überraschung lieferte: Die bereinigte EBITDA-Marge dort sprang von 1,3 auf 12,2 Prozent.

Der Auftragsbestand des Konzerns liegt nun bei 9.801 Mio. Euro. Das ist Sichtbarkeit, die sich kein Vertriebsleiter schönrechnen muss.

Akquisition und Kredit verlängert

Im März 2026 vereinbarte Hensoldt die vollständige Übernahme von Nedinsco, einem niederländischen Spezialisten für optomechatronische Systeme wie Periskope und Fahrersichtsysteme. Finanziert wird die Transaktion aus vorhandenen Mitteln, der Abschluss wird für Mitte 2026 erwartet. Gleichzeitig verlängerte Hensoldt seinen Konsortialkredit um ein Jahr bis April 2031, zu günstigeren Konditionen als zuvor.

Hensoldt AG Aktie Chart

Der Haken, den es trotzdem gibt

Der Free Cashflow war mit minus 115 Mio. Euro negativ, besser als die minus 134 Mio. Euro im Vorjahr, aber eben negativ. Die Zahlungsmittel sanken von 933 auf 820 Mio. Euro. Vorratsaufbau, Investitionen, Umsatzsteuernachzahlungen aus dem starken Q4 2025: Das erste Quartal kostet Hensoldt cashseitig immer Geld, das ist kein neues Muster.

Das Konzernergebnis blieb mit minus 20 Mio. Euro negativ, das Ergebnis je Aktie bei minus 0,16 Euro. Besser als die minus 0,26 Euro ein Jahr zuvor, aber weit von schwarzen Zahlen entfernt. Abschreibungen und Finanzergebnis fressen das operative Plus auf.

Prognose bleibt, Rüstungsboom bleibt

Der Vorstand bestätigt die Jahresprognose: Auftragseingang zwischen 4.125 und 5.500 Mio. Euro, stark steigendes bereinigtes EBITDA, Book-to-Bill von 1,5x bis 2,0x. Nach einem Auftragseingang von 1.483 Mio. Euro allein im ersten Quartal klingt die untere Grenze dieser Spanne fast konservativ.

Deutschland gibt 2026 rund 108 Mrd. Euro für Verteidigung aus, die NATO hat erstmals alle Mitglieder auf dem 2-Prozent-Ziel, und Europa baut seine industrielle Basis gerade in einem Tempo aus, das vor drei Jahren niemand für realistisch gehalten hätte. Hensoldt sitzt genau im Zentrum dieser Entwicklung. 7,8x Book-to-Bill sagt eigentlich alles.

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