Helvetia Baloise: 267 CHF Kursziel von Kepler Cheuvreux

Der Versicherungskonzern treibt nach der Fusion Integration und Synergien voran, während die Aktie leichte Gewinnmitnahmen zeigt.

Auf einen Blick:
  • Aktie knapp unter Rekordhoch
  • Anleiheemission über 550 Millionen Franken
  • Kostensynergien von 650 Millionen geplant
  • Dividendenvorschlag von 7,70 Franken

Erst das Rekordhoch, dann die Abkühlung. Helvetia Baloise hat nach der Fusion einen starken Lauf hinter sich, am Montag setzten jedoch Gewinnmitnahmen ein. Anleger testen nun die Belastbarkeit der Bewertung, während der Konzern die finanzielle Basis für die kommenden Jahre zimmert.

Die Aktie notiert aktuell bei 234,20 Euro. Damit liegt das Papier rund vier Prozent unter dem Rekordhoch von 243,20 Euro aus der Vorwoche. Seit Jahresbeginn verbucht der Versicherungstitel dennoch ein Plus von gut vier Prozent.

Analysten bewerten den Rücksetzer als technische Atempause. Die Stimmung bleibt positiv, gestützt durch die Strategiepräsentation des Managements im April.

Kepler Cheuvreux bestätigte die Kaufempfehlung und sieht das Kursziel bei 267 Franken. Parallel dazu taxiert JPMorgan den Wert des fusionierten Branchenriesen auf 260 Franken.

Helvetia Baloise Holding AG Aktie Chart

Frisches Kapital für die Integration

Um die finanzielle Stabilität der neuen Gruppe zu untermauern, platzierte der Konzern in der vergangenen Woche eine dreiteilige Senior-Anleihe. Das Gesamtvolumen von 550 Millionen Franken ist die erste Bond-Emission seit dem rechtlichen Zusammenschluss im Dezember.

Die Laufzeiten der verschiedenen Tranchen erstrecken sich bis in die Jahre 2028, 2032 und 2036. Mit den Erlösen will das Unternehmen bestehende Verbindlichkeiten refinanzieren und die Kapitalstruktur festigen.

Das Management treibt derweil die operative Verzahnung voran. Bis zum Jahr 2028 sollen jährliche Kostensynergien von 650 Millionen Franken realisiert werden. Ein Teil dieser Effizienzgewinne ist bereits in den Büchern verbucht.

Wachstumsziele und Ausschüttungen

Der Umbau des Konzerns ist mit einem deutlichen Stellenabbau verbunden. Weltweit sollen bis zu 2.600 Positionen wegfallen, um das angestrebte Gewinnwachstum zu stützen. Das Ziel: Der Gewinn pro Aktie soll jährlich um 10 bis 12 Prozent steigen.

Für die Aktionäre steht im Mai die Entscheidung über die Gewinnbeteiligung an. Der Verwaltungsrat schlägt eine Dividende von 7,70 Franken pro Aktie vor.

Bis 2028 plant das Unternehmen kumulierte Ausschüttungen von mehr als 2,8 Milliarden Franken. Damit unterstreicht die Konzernführung ihr Versprechen, die Aktionäre am Erfolg der Fusion teilhaben zu lassen.

Die ordentliche Hauptversammlung im Mai markiert den nächsten Fixpunkt für die Aktie. Stimmen die Aktionäre dem Vorschlag zu, erfolgt die Auszahlung der Dividende Ende desselben Monats.

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