Mit dem Monatswechsel hat das kanadische Biopharma-Unternehmen seine rechtliche Umbenennung von Cybin Inc. in Helus Pharma Inc. vollzogen. Nach der Zustimmung der Aktionäre am 22. September traten die neuen gesellschaftsrechtlichen Statuten am Donnerstag in Kraft.
Der Handel an der Nasdaq Global Market sowie an der Cboe Canada wird unverändert unter dem Ticker HELP fortgeführt, während für die Stammaktien eine neue CUSIP vergeben wurde. Für Anleger markiert der Schritt den formalen Abschluss einer mehrmonatigen Neuausrichtung.
Der US-Schlusskurs lag am Freitag bei 11,70 US-Dollar, womit das Papier seit Jahresanfang um 43 Prozent im Plus liegt. Trotz eines Abschlags von 23 Prozent gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von Mitte September spiegelt das Kursniveau vor allem die Erwartungen an das laufende klinische Entwicklungsprogramm wider.
Topline-Ergebnisse der Phase-3-Studie im Fokus
Im Zentrum der operativen Aktivitäten steht das Hauptprogramm HLP003 zur ergänzenden Behandlung schwerer depressiver Störungen. Für den Wirkstoffkandidaten hatte das Unternehmen zuvor den Status einer „Breakthrough Therapy“ von der US-Zulassungsbehörde FDA erhalten.
Die entscheidende Phase-3-Untersuchung, die sogenannte APPROACH-Studie, umfasst 223 teilnehmende Patienten. Erste richtungsweisende Topline-Daten aus diesem Programm stellt die Unternehmensführung noch für das vierte Quartal 2026 in Aussicht.
Parallel dazu treibt das Biotech-Unternehmen die klinische Erprobung von HLP004 voran. Dieser Kandidat befindet sich in einer Phase-2-Studie zur Therapie der generalisierten Angststörung und soll mittelfristig das Portfolio im Bereich neuro-psychiatrischer Indikationen ergänzen.
Solide Liquiditätspolster federn Mittelabfluss ab
Die finanzielle Reichweite bleibt für die anstehenden Studienauswertungen ein bestimmender Faktor. Helus Pharma wies zum Ende des zweiten Quartals Ende Juni flüssige Mittel in Höhe von 166,4 Millionen US-Dollar aus. Dem stand in den vorangegangenen drei Monaten ein operativer Mittelabfluss von 37,1 Millionen US-Dollar gegenüber.
Durch eine Kapitalerhöhung im Juni, die bei einem Ausgabepreis von 4,85 US-Dollar je Aktie rund 50 Millionen US-Dollar in die Kassen spülte, verschaffte sich das Management zusätzlichen Handlungsspielraum. Nach Aktienkäufen durch Insider und Institutionen vor rund einem Monat, seither verlor der Kurs 4,3 Prozent, blickt der Markt nun vor allem auf die Wirksamkeitsnachweise der APPROACH-Studie in den kommenden Monaten.
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