Hellofresh-Anleger blicken auf eine unruhige Handelswoche zurück. Der Kurs rutschte zum Ende der Woche unter entscheidende Marken und markiert einen neuen Tiefpunkt im Sentiment. Damit trübt sich das technische Bild pünktlich zum Wochenende massiv ein.
Chartbild verschlechtert sich massiv
Innerhalb von nur 48 Stunden generierte die Aktie gleich zwei bearishe Signale. Zuerst fiel der Kurs am Donnerstag unter den 50-Tage-Durchschnitt bei 4,21 Euro. Einen Tag später unterschritt das Papier zudem die 38-Tage-Linie bei 4,16 Euro.
Mit dem Schlusskurs von 4,04 Euro beträgt der Abstand zum 200-Tage-Schnitt nun fast 23 Prozent. Das Papier verlor auf Jahressicht bereits über 54 Prozent an Wert. Der übergeordnete Abwärtstrend bleibt damit weiterhin intakt.
Fokus auf das US-Geschäft
Währenddessen blickt das Management auf den US-Markt. Das Wochenende zum Unabhängigkeitstag gilt als wichtige Phase für das operative Geschäft in Nordamerika. Hellofresh erzielt dort einen wesentlichen Teil seines Umsatzes.
Der Konzern setzt verstärkt auf die Marke „Factor“, um die Jahresprognose für 2026 zu stützen. Das Ziel ist ein bereinigtes EBITDA von bis zu 425 Millionen Euro. Unprofitable Kunden sortiert das Unternehmen dafür konsequent aus.
Entscheidung an der Vier-Euro-Marke
In der kommenden Woche steht die psychologisch wichtige Grenze von 4,00 Euro im Mittelpunkt. Ein nachhaltiges Unterschreiten dieser Marke könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen. In diesem Szenario rückt das Jahrestief bei 3,48 Euro schnell wieder in Reichweite.
Widerstände nach oben liegen nun bei 4,16 Euro und 4,21 Euro. Die hohe Volatilität von über 40 Prozent macht die Aktie weiterhin zu einem nervösen Investment. Marktbeobachter achten nun darauf, ob die Unterstützung bei vier Euro die aktuelle Talfahrt stoppen kann.
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