Die Hellofresh-Aktie kämpft am heutigen Freitag mit weiteren Kursverlusten. Mit einem aktuellen Kurs von 2,80 Euro nähert sich das Papier gefährlich dem gestern markierten 52-Wochen-Tief von 2,77 Euro. Nachdem die jüngsten Quartalszahlen deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind, hat sich das Marktumfeld für den Kochboxen-Versender spürbar eingetrübt. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus im Kursverlauf bereits auf 55 %.
Gewinnkennzahlen belasten das Vertrauen
Am 13. August legte das Unternehmen detaillierte Zahlen für das zweite Quartal vor. Zwar traf der Umsatz mit einem leichten Plus weitgehend die Erwartungen, doch beim Gewinn je Aktie (EPS) enttäuschte HelloFresh die Anleger massiv.
Mit 0,02 Euro lag dieser Wert deutlich unter der Konsensschätzung von 0,15 Euro. Das Management konkretisierte daraufhin die Prognose für das bereinigte EBITDA auf eine Spanne zwischen 375 Millionen Euro und 425 Millionen Euro für das laufende Jahr.
Zusätzlich belasteten Berichte über die operative Dynamik die Stimmung. In der Handelswoche bis zum 23. August verzeichnete die Aktie einen Wertverlust von über 15 %. Die technische Analyse identifiziert die Marke von 2,77 Euro nun als entscheidende Unterstützung in einem Umfeld, das weiterhin von erhöhter Volatilität geprägt ist.
Analysten reagieren mit Kurszielsenkungen
Die Reaktion der Analysehäuser auf die jüngste Geschäftsentwicklung fiel überwiegend skeptisch aus. Am 21. August senkte die DZ Bank den fairen Wert für die Aktie deutlich auf 2,60 Euro und bestätigte die Einstufung auf „Verkaufen“.
Nur wenige Tage später, am 21. August, passte auch Deutsche Bank Research das Kursziel nach unten an. Die Analysten verwiesen dabei auf anhaltende Probleme innerhalb des Geschäftsmodells, behielten die Einstufung jedoch bei „Hold“.
In der Breite des Marktes sorgen vor allem die Prognosen für die kommenden Jahre für Gesprächsstoff: Medienberichten zufolge erwarten einzelne Brokerhäuser für das Jahr 2027 sogar ein rückläufiges währungsbereinigtes Umsatzwachstum.
Während vereinzelt Privatbanken die Bewertung auf dem aktuellen Niveau als günstig ansehen und trotz fehlenden Wachstums zum Kauf raten, dominiert bei den großen Instituten die Vorsicht. Medienberichten zufolge keimen aufgrund der niedrigen Bewertung zwar erste Übernahmefantasien auf, handfeste Signale für eine Trendwende fehlen jedoch bisher.
Insider-Verkäufe und operative Impulse
Inmitten der volatilen Phase gab HelloFresh am Mittwoch den Abschluss eines neuen Kundenvertrags mit der IVE Group bekannt. An der Börse verpuffte diese Nachricht jedoch weitgehend und löste keine nennenswerte Erholung aus. Belastend wirkte zudem eine Pflichtmitteilung von Mitte August, wonach Vorstandsmitglied Fabien Jacques Jérôme Simon eigene Aktienanteile veräußert hat.
Auch wenn die Aktie derzeit nur noch 1,2 % über ihrem 52-Wochen-Tief notiert und damit technisch überverkauft erscheint, lastet die Unsicherheit über die künftige Umsatz- und Gewinnentwicklung schwer auf dem Titel. Anleger beobachten nun genau, ob die psychologisch wichtige Unterstützung hält oder ob der Abwärtstrend in den kommenden Handelstagen neues Tempo aufnimmt.
Hellofresh-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Hellofresh-Analyse vom 28. August liefert die Antwort:
Die neusten Hellofresh-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Hellofresh-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
