Die Heidelberger Druckmaschinen AG durchläuft personelle und operative Weichenstellungen in mehreren Geschäftsbereichen. Während das Wertpapier an den Finanzmärkten übergeordnet deutliche Kursverluste hinnehmen musste, richtet der Konzern seine Aufmerksamkeit auf organisatorische Anpassungen, neue Kooperationen und technologische Fachveranstaltungen.
Die Schritte umfassen Veränderungen im Management der Konzerntochter Gallus, einen Ausbau der Vertriebsaktivitäten sowie Initiativen im Verpackungsdruck.
Umbesetzungen bei der Konzerntochter Gallus
Bei der Konzerntochter Gallus Group kündigte das Unternehmen einen umfassenden Führungswechsel an. Michael Bsirske übernimmt zum 1. November 2026 interimistisch die Rolle des CEO.
Der bisherige Amtsinhaber Dario Urbinati wechselt in den Verwaltungsrat und soll ab dem 1. Januar 2027 den Vorsitz des Gremiums übernehmen. Auch die Vertriebsorganisation wurde neu aufgestellt: Uwe Boerner übernahm die weltweite Leitung des Vertriebs und trat damit die Nachfolge von Thomas Schweizer an.
Folgeauftrag für Gallus-Druckmaschine
Auf der Kundenseite verzeichnete das Unternehmen einen weiteren Auftragseingang aus den Vereinigten Staaten. Der US-amerikanische Kunde NextGen Label Group bestellte bei HEIDELBERG eine zusätzliche achtfarbige Gallus Labelmaster 440. Die Auslieferung und Installation der Maschine ist für Anfang 2027 terminiert und erweitert die dortige Produktion im Etikettenbereich.
Partnerschaft im Verpackungsbereich und Technologiepräsentationen
Abseits des Etikettengeschäfts vereinbarte die Heidelberger Druckmaschinen AG eine Kooperation mit der pfenning-Gruppe. Gegenstand der Partnerschaft ist die Entwicklung integrierter Lösungen für die pharmazeutische Verpackungsproduktion. Das Vorhaben verfolgt das Ziel, die Wertschöpfungsstufen Druck, Verpackung und Logistik in einem geschlossenen System miteinander zu verzahnen.
Einen weiteren Schwerpunkt bilden technologische Weiterentwicklungen, die im Rahmen der angekündigten Veranstaltung SHIFT 2026 vorgestellt werden. Das Event findet am 6. Oktober in Heidelberg sowie am 7. Oktober im „Home of Print“ am Standort Wiesloch-Walldorf statt. Im inhaltlichen Fokus der Tagung stehen Digitalisierung, Automatisierung sowie der Einsatz von Robotik innerhalb der hybriden Druckproduktion.
Kursentwicklung an der Börse
An den Finanzmärkten spiegelt sich die Gesamtsituation in anhaltend niedrigen Notierungen wider. Die Aktie von Heidelberger Druckmaschinen ging am Freitag bei einem Schlusskurs von 1,41 Euro aus dem Handel. Seit Jahresanfang beläuft sich das Minus der Aktie auf 31 Prozent. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beziffert sich auf 41 Prozent.
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