Heidelberg Materials steuert nach turbulenten Handelswochen auf die Veröffentlichung der Zwischenbilanz zu. Während der Kurs seit Jahresbeginn um 34 Prozent nachgegeben hat, signalisieren Marktbeobachter vor den anstehenden Geschäftszahlen Zuversicht. Analysten großer Investmentbanken rechnen für das dritte Quartal mit Zuwächsen im operativen Geschäft.
Am Freitag ging das Papier mit einem Plus von 1,6 Prozent bei 148,30 Euro aus dem Handel. Damit setzte sich die leichte Erholung der vergangenen Tage fort, nachdem der Titel zu Monatsbeginn bei 137,60 Euro markiert worden war.
Analysten erwarten organisches Wachstum
Medienberichten zufolge blicken Branchenexperten positiv auf die anstehende Geschäftsentwicklung des Baustoffkonzerns. Am Donnerstag bestätigte Analystin Glynis Johnson vom Analysehaus Jefferies die Einstufung „Buy“ mit einem Kursziel von 286 Euro. Für das dritte Quartal stellte die Expertin ein organisches Wachstum von rund 4,6 Prozent in Aussicht.
Ebenfalls am Donnerstag bekräftigte JPMorgan-Analystin Elodie Rall ihre Einstufung „Overweight“ mit einem Kursziel von 225 Euro. Auf vergleichbarer Basis rechnet sie im abgelaufenen Quartal mit einem Anstieg des Betriebsgewinns (EBITDA) um 3,3 Prozent sowie einem Umsatzwachstum von rund 6 Prozent. Beide Einschätzungen deuten darauf hin, dass die operative Ertragskraft trotz des schwachen Börsenumfelds intakt bleibt.
Rückendeckung durch Kapitalmaßnahmen
Parallel zu den positiven Analystenstimmen hat das Management die bilanzielle Stützung vorangetrieben. Am Donnerstag vollzog Heidelberg Materials den Abschluss der dritten und letzten Tranche seines umfangreichen Aktienrückkaufs. In dieser Tranche erwarb der Konzern 2.739.278 eigene Anteile für 447.999.950,35 Euro. Damit ist das gesamte Programm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 1,2 Milliarden Euro planmäßig beendet.
Ergänzend dazu meldete das Unternehmen am Freitag Details zu den Transaktionen aus der letzten Septemberwoche: Vom 28. September bis einschließlich 1. Oktober wurden demnach 110.049 eigene Papiere erworben. Ein weiteres Signal kam aus der Führungsetage: René Aldach, Vorstand der Heidelberg Materials AG, hatte bereits am 23. September eigene Anteile erworben und 250 Aktien im Wert von rund 36.150 Euro gekauft.
Klarheit über den tatsächlichen Geschäftsverlauf erhalten Marktteilnehmer in genau einem Monat. Heidelberg Materials hat die Veröffentlichung der Neunmonatsmitteilung für den 4. November angekündigt. Bis dahin wird sich zeigen, ob die fundamentalen Erwartungen der Analysten dem Kurs nachhaltigen Halt geben können.
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