Heidelberg Materials Aktie: Mehr verdient als die Analysten dachten

Symbolbild, KI-generiert

Höhere Erlöse und ein stärkeres Ergebnis prägen das dritte Quartal; zusätzliche Einsparungen sind für 2027 und 2028 vorgesehen.

Auf einen Blick:
  • Laufendes Ergebnis steigt um 8,7 Prozent
  • Umsatz übertrifft Analystenkonsens im dritten Quartal
  • Weitere 300 Millionen Euro Einsparungen geplant
  • Jahresprognose für 2026 bleibt unverändert

Heidelberg Materials hat im dritten Quartal mehr verdient als erwartet und legt beim Sparprogramm nach. Der Baustoffkonzern verlängert den Transformation Accelerator um zwei Jahre. Die Jahresziele bleiben unverändert.

Zahlen über den Erwartungen

Das Ergebnis aus dem laufenden Geschäft stieg im Jahresvergleich um 8,7 Prozent auf 1,28 Milliarden Euro. Das sind rund 100 Millionen Euro mehr als vor einem Jahr. Analysten hatten im Konsens mit 1,24 Milliarden Euro gerechnet.

Der Umsatz kletterte um 10,4 Prozent auf 6,41 Milliarden Euro, erwartet worden waren 6,19 Milliarden Euro. Zum Wachstum trugen auch Portfolioveränderungen bei, vor allem die Erstkonsolidierung des türkischen Zementherstellers Akcansa. Dort halten die Heidelberger seit der Jahresmitte die Mehrheit. Zum Ergebnis unter dem Strich machte der Konzern keine Angaben.

Konzernchef Dominik von Achten sprach von einer Beschleunigung: Die im zweiten Quartal erkennbare Dynamik habe sich nochmals verstärkt. Europa entwickelte sich stark, in Nordamerika hielt das Wachstum an. Neben der Nachfrageerholung halfen Preiserhöhungen und der Sparkurs.

Sparprogramm wird verlängert

Der Transformation Accelerator übertrifft sein Ziel von 500 Millionen Euro Einsparungen bis Jahresende. Nun folgt die Fortsetzung: Weitere 300 Millionen Euro sollen sich in etwa zu gleichen Teilen auf 2027 und 2028 verteilen. Im Zentrum stehen strukturelle Veränderungen, besonders in Europa.

Prognose bleibt stehen

Für 2026 peilt der Konzern weiterhin ein Ergebnis aus dem laufenden Geschäft zwischen 3,40 und 3,65 Milliarden Euro an. Ende Juli hatte das Unternehmen die Spanne am oberen Ende um 100 Millionen Euro gesenkt. Diese Korrektur bleibt damit gültig, trotz des starken Quartals.

Auffällig ist die Kombination aus Mengenerholung und Preisdurchsetzung. Sie stützt die Marge, während die Einsparungen aus dem Programm zusätzlich auf die Kosten drücken. Mit der Verlängerung bis 2028 hat der Vorstand die nächsten zwei Jahre bereits mit einem konkreten Kostenziel hinterlegt.

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