Die Zahlen können sich sehen lassen. Heidelberg Materials hat im dritten Quartal einen Umsatzsprung von 10 Prozent auf 6,41 Milliarden Euro hingelegt. Das operative Ergebnis kletterte um 9 Prozent auf 1,28 Milliarden Euro. Analysten hatten mit weniger gerechnet, nämlich nur 1,57 Milliarden Euro für das bereinigte Ergebnis vor Abschreibungen. Die Deutschen liefern ab.
Besonders erfreulich ist die Entwicklung in Europa und Nordamerika. CEO Dominik von Achten spricht von einer Wachstumsdynamik, die sich im zweiten Quartal abzeichnete und jetzt weiter beschleunigt hat. Nach den schwierigen Zeiten durch hohe Energiekosten im Zuge des Iran-Kriegs scheint sich der Bausektor tatsächlich zu erholen.
Sparprogramm wird massiv ausgeweitet
Jetzt kommt der interessante Teil. Das im November 2024 gestartete Sparprogramm „Transformation Accelerator Initiative“ sollte ursprünglich 500 Millionen Euro bis Jahresende einsparen. Dieses Ziel wird Heidelberg Materials nicht nur erreichen, sondern übertreffen. Und das Unternehmen legt noch einen drauf. Weitere 300 Millionen Euro sollen bis Ende 2028 eingespart werden, verteilt auf 2027 und 2028.
Der Fokus liegt auf operativer Effizienz und strukturellen Veränderungen, besonders in Europa. Dort wurden bereits Werke geschlossen, etwa das Werk in Ranville in Frankreich im September. Die schwachen Märkte in einigen europäischen Regionen zwingen zum Handeln. Gleichzeitig bestätigt Heidelberg Materials die Jahresprognose von 3,40 bis 3,65 Milliarden Euro für das operative Ergebnis.
Anleger dürfen sich freuen. Das Unternehmen hat sein Aktienrückkaufprogramm über 1,2 Milliarden Euro planmäßig abgeschlossen. Die Kombination aus soliden Quartalszahlen, ambitionierten Sparzielen und strategischen Zukäufen in Schweden, Norwegen, Australien und Peru zeigt eine klare Richtung. Heidelberg Materials will profitabel wachsen und setzt konsequent auf Kostenmanagement.
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