Der Baustoffkonzern Heidelberg Materials hat sein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm planmäßig zu Ende geführt. Wie das Unternehmen mitteilte, wurde die dritte und letzte Tranche des Vorhabens gestern abgeschlossen. Damit ist die am 21. Februar 2024 angekündigte Kapitalmaßnahme mit einem Gesamtvolumen von bis zu 1,2 Milliarden Euro vollständig abgewickelt. Im Handel notiert das Papier heute bei 145,90 Euro.
Vollzug nach drei Tranchen
Im Rahmen des finalen Abschnitts erwarb Heidelberg Materials insgesamt 2.739.278 eigene Anteile über die Börse. Der Gesamtaufwand für diese dritte Tranche belief sich auf 447.999.950,35 Euro. Mit dem formalen Abschluss der Transaktionen setzt der DAX-Konzern einen Schlusspunkt unter die Rückführung von Barmitteln an die Aktionäre, die sich über mehr als zwei Jahre erstreckte.
Parallel zum Rückkaufprogramm agierte das Management auch auf der operativen Seite im Ausland. Medienberichten zufolge vereinbarte das Unternehmen Mitte September die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung von 70 Prozent an dem peruanischen Zementhersteller Cementos Inka. Finanzielle Details zu dieser Transaktion wurden nicht bekannt gegeben.
US-Markt sorgt für verhaltenere Töne
Auf Analystenseite gab es zuletzt Anpassungen bei den Kursmarken. Am 22. September senkte die Schweizer Großbank UBS ihr Kursziel für die Aktie von 260 auf 230 Euro, hielt jedoch an ihrer Einstufung mit „Buy“ fest. Die Experten begründeten diesen Schritt mit einer schwächeren Stimmung rund um den Zementabsatz auf dem US-amerikanischen Markt.
Ebenfalls am 22. September hatte das Analysehaus Jefferies seine Kaufempfehlung für den Baustoffhersteller mit einem Kursziel von 286 Euro bestätigt. Trotz des Rückenwinds durch den Rückkauf spiegelt der Kursverlauf die konjunkturellen Sorgen wider: Seit Jahresanfang verzeichnet der Titel ein Minus von 35 Prozent.
Transaktionen im Unternehmensumfeld
Im Umfeld des Konzerns kam es parallel zu Portfoliobewegungen. Die Spohn Cement Beteiligungen GmbH, bei der Ludwig Merckle als nahestehende Person geführt wird, räumte europäische Put-Optionen auf 300.000 Heidelberg-Materials-Aktien mit einem Basispreis von 115,3263 Euro und einer Laufzeit bis zum 19. März 2027 ein. Zudem verlängerte das Unternehmen eine bestehende Wertpapierleihe über 600.000 Aktien bis zum 30. März 2027.
Ein Signal eigener Anteilsüberzeugung setzte Vorstandsmitglied René Aldach. Über ein aggregiertes Volumen von 36.150 Euro erwarb der Manager 250 Aktien des Unternehmens zu einem Preis von je 144,60 Euro. Mit dem vollständigen Abschluss des 1,2-Milliarden-Euro-Rückkaufs fällt nun allerdings ein stetiger Nachfragefaktor am Markt weg.
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