Hecla Mining befindet sich aktuell in einer Korrektur und notiert an zwei charttechnisch interessanten Marken, an denen es in den kommenden Tagen spannend werden dürfte. Auch die zuletzt gestellten strategischen Weichen könnten für zusätzliche Spannung und erhöhte Dynamik sorgen.
Konservative Prognose trifft auf Wachstumsanspruch
Den operativen Rahmen setzt die veröffentlichte 2026-Guidance, die unmittelbar an ein starkes Produktionsjahr 2025 anknüpft. Mit rund 17,0 Millionen Unzen Silber und gut 150.000 Unzen Gold traf Hecla Mining im abgelaufenen Jahr die eigene Prognose am oberen Ende. Getragen wurde das vor allem von Rekordleistungen, insbesondere bei Lucky Friday.
Für 2026 kalkuliert das Management nun etwas konservativer, bleibt aber insgesamt robust. Die Silberproduktion soll zwischen 15,1 und 16,5 Millionen Unzen liegen, die Goldproduktion zwischen 134.000 und 146.000 Unzen. Entscheidend für die Einordnung ist dabei weniger das leichte Minus beim Volumen als vielmehr die zugrunde liegende Kostenstruktur.
Parallel dazu unterstreicht das Unternehmen seinen Wachstumsanspruch mit einem deutlich ausgeweiteten Explorationsbudget. Für 2026 sind rund 55 Millionen US-Dollar vorgesehen, etwa doppelt so viel wie im Vorjahr. Der Fokus liegt klar auf hochwertigen und infrastrukturell gut erschlossenen Regionen in Nevada, Alaska und Kanada. Ein wichtiges Signal kam bereits am 23. Januar mit der Genehmigung des Polaris Exploration Program im Aurora Mining District in Nevada. Nach Abschluss der Umweltprüfung gab die United States Forest Service grünes Licht, sodass Hecla ab 2026 gezielt bohren kann. Das Gebiet gilt historisch als hochgradig, mit dokumentierten Vorkommen von rund 20 Millionen Unzen Silber und knapp zwei Millionen Unzen Gold.
Auch auf der finanziellen Seite hat Hecla zuletzt aufgeräumt. Der Verkauf von 3,6 Millionen Aktien des Explorers Dolly Varden Silver über die Tochter Alexco Resource brachte rund 26,2 Millionen US-Dollar ein. Das Management betont, dass es sich um eine gezielte Maßnahme zur Stärkung der Kapitalflexibilität handelt und aktuell keine weiteren Verkäufe geplant sind.
Hecla Mining-Aktie im Chart-Check
Der starke Einbruch der Aktie ist zum Großteil auf den Rückgang von Silber und Gold in der vergangenen Woche zurückzuführen. Aktuell befindet sich die Hecla Mining-Aktie jedoch an einer charttechnisch sehr spannenden Zone. Zum einen verläuft hier eine Aufwärtstrendlinie, die aus dem August 2025 abgeleitet ist. Zum anderen liegt in diesem Bereich eine Unterstützungszone, die sich aus den letzten Tiefs zwischen 18 und 20 US-Dollar ergibt. Für einen weiterhin bullischen Verlauf wäre es entscheidend, dass der Markt in diesem Bereich bremst und diese Zone nicht nachhaltig unterschreitet. Sollte es dennoch zu einem Bruch kommen, könnte die nächste „Etage“ tiefer in den Fokus rücken, mit Kurszielen im Bereich zwischen 12 und 13,5 CAD, die ebenfalls als Unterstützung dienen. Mit einem nachhaltigen Unterschreiten der aktuellen Zone wäre der übergeordnete Trend jedoch zunächst gebrochen. Hier die Hecla-Mining-Aktie im Tageschart.
Den Link zu Tradingview und dem Chart findest du hier: https://www.tradingview.com/x/KVqSlwLz/
Sollte der Kurs an der aktuellen Unterstützungszone Käufer finden und wieder nach oben drehen, könnte sich daraus eine Kaufchance ergeben. Das Ziel läge zunächst an den letzten Hochs sowie, bei einer Fortsetzung des Trends, darüber hinaus. Auch die tiefer liegende Unterstützungszone könnte erneut Kaufkraft anziehen und damit eine weitere potenzielle Einstiegsmöglichkeit bieten.
Eine Short-Chance würde sich hingegen dann ergeben, wenn der Markt die aktuelle Zone nachhaltig unterschreitet. Gelingt es dem Kurs anschließend nicht, diese Zone zurückzuerobern, könnte das den Druck auf der Unterseite erhöhen und zu weiter fallenden Kursen bei der Hecla Mining-Aktie führen.
Ihr Konrad
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