Sechs Hapag-Lloyd-Containerschiffe sind im Persischen Golf blockiert – und ein Ende der Wartesituation ist nicht absehbar. CEO Rolf Habben Jansen bestätigte, dass die Reederei aktuell keine Möglichkeit sieht, die Straße von Hormus zu passieren. Man warte auf eine günstige Gelegenheit, mehr ließ er nicht verlauten.
Wöchentliche Kosten: 50 Millionen Dollar
Der Konflikt trifft Hapag-Lloyd direkt im Portemonnaie. Die geopolitischen Spannungen rund um den Iran treiben die Treibstoffkosten in die Höhe und verursachen nach Angaben Jansens jede Woche zusätzliche Belastungen von rund 50 Millionen Dollar. Auf die Kunden werden diese Mehrkosten über Zuschläge umgelegt – die nach eigener Darstellung auf breite Akzeptanz stoßen.
Bereits im März hatte ein Zwischenfall die Risiken der Region verdeutlicht: Das Containerschiff „Source Blessing“ wurde von einem Granatsplitter getroffen und geriet in Brand. Die Besatzung konnte das Feuer löschen.
Hapag-Lloyd Aktie Chart
Iranische Angriffe verschärfen die Lage
Die Situation an der Meerenge spitzt sich weiter zu. Iranische Streitkräfte griffen zuletzt drei Frachtschiffe an und machten zwei davon manövrierunfähig. Eines der beschlagnahmten Schiffe gehörte der Schweizer Reederei MSC. Der Verkehr durch die strategisch wichtige Passage ist damit nahezu zum Stillstand gekommen – was Experten als klaren Verstoß gegen internationales Seerecht werten.
Die Hapag-Lloyd-Aktie reagierte auf die Nachrichten mit moderaten Verlusten und notierte zuletzt rund 0,3 Prozent schwächer. Solange die sechs festsitzenden Schiffe keine Freigabe erhalten, bleibt das wöchentliche Kostenplus ein dauerhafter Belastungsfaktor für die Bilanz.
Hapag-Lloyd-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Hapag-Lloyd-Analyse vom 24. April liefert die Antwort:
Die neusten Hapag-Lloyd-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Hapag-Lloyd-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
