Der Versicherungskonzern Hannover Rück kann auf ein erfreulich gut verlaufenes Geschäftsjahr zurückblicken. Der Gewinn kletterte 2025 um 13,4 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Das ist mehr als nur solide in einem Marktumfeld, das durchaus seine Tücken hatte. Die Eigenkapitalrendite lag bei 21,4 Prozent und damit klar über dem strategischen Ziel von 14 Prozent.
Herausstechend ist die geplante Dividende. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen 12,50 Euro je Aktie vor. Das entspricht einem Plus von 39 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Ausschüttungsquote steigt auf 57 Prozent und liegt damit im Rahmen der neuen Dividendenstrategie von rund 55 Prozent des Konzerngewinns.
Das Rückversicherungsgeschäft lief rund. Der Bruttoertrag wuchs währungsbereinigt um 4,7 Prozent auf 26,8 Milliarden Euro. In der Schaden- und Unfallrückversicherung lagen die Großschäden mit 1,7 Milliarden Euro unter der Budgeterwartung von 2,1 Milliarden Euro. Die Kalifornien-Waldbrände schlugen mit 595 Millionen Euro zu Buche, Hurrikan Melissa kostete 329 Millionen Euro.
Hannover Rueck SE Aktie Chart
Solide Basis für weiteres Wachstum
Die Solvenzquote liegt komfortabel bei 256 Prozent und damit deutlich über der Schwelle von 200 Prozent. Dabei sind die geplante Dividende und das Geschäftswachstum 2026 bereits eingerechnet. CEO Clemens Jungsthöfel betont die gestärkte Resilienz und finanzielle Solidität des Unternehmens.
Für 2026 bestätigt Hannover Rück die Prognose vollständig. Der Konzerngewinn soll mindestens 2,7 Milliarden Euro erreichen. Die Kapitalanlagerendite wird bei rund 3,5 Prozent erwartet, nachdem 2025 durch strategische Realisierung stiller Lasten nur 2,5 Prozent erreicht wurden. In der Schaden- und Unfallrückversicherung peilt man eine kombinierte Schaden-Kosten-Quote unter 87 Prozent an.
Die Hannoveraner haben ihre Hausaufgaben gemacht und stehen mit der stärksten Bilanz ihrer Geschichte da. Für Anleger bleibt das Papier interessant, zumal die erhöhte Dividendenpolitik nun greift und das Wachstum weiter auf Kurs ist.
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