Die Aktien von Halma haben am heutigen Donnerstag deutlich zugelegt und notieren mit einem Plus von 4,8 Prozent bei 43,80 Euro. Auslöser für den Kurssprung ist ein Zwischenbericht des britischen Technologiekonzerns, in dem das Management die Prognose für die bereinigte EBIT-Marge im Geschäftsjahr 2027 angehoben hat.
Statt der bisher in Aussicht gestellten rund 22,7 Prozent peilt das Unternehmen nun eine Spanne von 23,5 bis 24,0 Prozent an. Laut Reuters begründete Halma diesen Schritt mit einer starken operativen Leistung in der ersten Geschäftsjahreshälfte sowie den positiven Beiträgen jüngster Akquisitionen und Veräußerungen.
Kräftiges Gewinnwachstum im ersten Halbjahr
Die Zwischenbilanz für das erste Halbjahr untermauert die optimistischere Haltung des Managements. Medienberichten zufolge kletterte die bereinigte EBIT-Marge in den ersten sechs Monaten auf rund 22,8 Prozent.
Bereinigt um Einmaleffekte belief sich die Marge auf 22,3 Prozent. Am Vortag hatte die Aktie noch bei 41,80 Euro geschlossen, bevor die neuen Margenziele für zusätzliche Nachfrage im Handel sorgten.
Übernahmen stärken Kernsegmente
Halma hat in den vergangenen Monaten seine Zukäufe vor allem in den Bereichen Umweltanalytik und Gesundheit forciert. Vor gut drei Wochen erwarb der Konzern den US-Spezialisten Pyxis, einen Anbieter von Technologien zur Überwachung und Analyse der Wasserqualität mit Sitz nahe Houston, Texas.
Für das Unternehmen zahlte Halma zunächst 170 Millionen $ (rund 126 Millionen £), wobei sich der Betrag durch erfolgsabhängige Zahlungen auf bis zu 200 Millionen $ erhöhen kann. Für die zwölf Monate bis zum 31. März 2027 wird für Pyxis ein Umsatz von rund 39 Millionen $ prognostiziert. Die Sparte Environmental & Analysis wurde durch diesen Schritt gezielt ausgebaut.
Bereits im Sommer hatte der Konzern mehrere Transaktionen im Healthcare-Bereich vollzogen. Anfang Juli folgte die Übernahme von Dreampath Diagnostics für einen anfänglichen Betrag von 154 Millionen Euro. Das in Straßburg ansässige Unternehmen entwickelt automatisierte Workflow-Lösungen für pathologische Labore; über Earn-out-Regelungen können bis 2028 weitere bis zu 121 Millionen Euro fällig werden.
Zeitgleich übernahm Halma das niederländische Krankenhaus-Softwareunternehmen itemedical für 23 Millionen Euro sowie das schwedische Medizintechnikunternehmen Naslund Medical für 45 Millionen $. Zusammen mit dem soliden organischen Wachstum zahlt sich die Einbindung dieser Einheiten nun unmittelbar im Margenprofil des Konzerns aus.
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