Haier Smart Home hält mehr als drei Prozent der eigenen Anteile. Wie das Unternehmen am heutigen Mittwoch mitteilte, wurde die meldepflichtige Schwelle am gestrigen Dienstag überschritten. Der Gesamtbestand an eigenen Papieren beläuft sich demnach auf 3,1431 Prozent des Grundkapitals, das sich aus insgesamt 9.303.088.164 ausgegebenen Aktien zusammensetzt.
Direkt hält der Konzern 264.039.887 Aktien, was einem Anteil von 2,8382 Prozent entspricht. Weitere 28.367.163 Papiere beziehungsweise 0,3049 Prozent werden indirekt über Tochtergesellschaften oder Dritte gehalten.
An der Börse zeigte sich das Papier nach der Mitteilung verhalten. Im Handel notiert die Aktie heute bei 1,85 Euro, was einem leichten Tagesverlust von 0,9 Prozent entspricht. Seit Jahresanfang summiert sich das Minus im Kursverlauf damit auf 8,2 Prozent.
Investitionen in Fertigungskapazitäten und Vertrieb
Abseits der aktienrechtlichen Meldung treibt der Haushaltsgerätehersteller seine langfristige Expansion voran. Vor allem im indischen Markt peilt das Unternehmen anspruchsvolle Wachstumsmarken an: Bis zum Jahr 2031 soll sich der dortige Umsatz verdoppeln.
Für das laufende Geschäftsjahr steht ein Erlös von rund 14.000 Crore Rupien im Plan, nachdem im Vorjahr 9.974 Crore Rupien erzielt wurden. Zudem will das Management bei Großgeräten wie Kühlschränken, Waschmaschinen und Klimageräten binnen zwei Jahren zu den beiden führenden Anbietern des Landes gehören.
Um die steigende Nachfrage zu bedienen, stößt das Unternehmen an Kapazitätsgrenzen. Die bestehenden Produktionsstätten in Pune und Greater Noida, in die bisher rund 2.700 Crore Rupien flossen, laufen in Spitzenzeiten bereits voll ausgelastet.
Bis 2029 ist daher der Bau eines dritten Werks im Süden Indiens vorgesehen. Parallel dazu setzt der Konzern verstärkt auf höherpreisige Segmente und brachte neue Mini-LED-Geräte, einen Fünftürer-Kühlschrank sowie eine Drei-Trommel-Waschmaschine heraus.
Steigende Beschaffungskosten fordern die Margen
Das profitable Wachstum wird allerdings durch spürbaren Gegenwind auf der Kostenseite erschwert. Insbesondere die Verteuerung wichtiger Vorprodukte schlägt durch.
Laut N. S. Satish, Chef der indischen Tochtergesellschaft, stiegen die Preise für Kupfer von rund 8.500 auf 14.500 US-Dollar je Tonne. Hinzu kommen höhere Rohöl- und Frachtaufwendungen, die sich nicht vollständig an die Kunden weiterreichen lassen.
Haier hob die Preise zum 1. Oktober um rund fünf Prozent an und prüft weitere Anpassungen, um dem Druck auf die Margen im Konsumgütergeschäft entgegenzuwirken.
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