Die Trump-Administration hatte Leucovorin noch als vielversprechende Behandlung für Autismus angepriesen. Nun zieht die FDA die Zulassung von Wellcovorin, der GSK-Markenversion des Wirkstoffs, wieder zurück. Klingt nach einem Skandal. Ist es aber wohl nicht.
Denn GSK hatte die Rücknahme selbst beantragt. Das Unternehmen verkauft Wellcovorin seit 1999 nicht mehr und hatte laut einer Sprecherin auch nie die Absicht, das jemals wieder zu tun. Im Federal Register erschien der entsprechende Eintrag am Donnerstag, GSK verzichtete dabei ausdrücklich auf eine Anhörung.
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Was bleibt, sind die Generika
Der eigentlich relevante Punkt steckt im letzten Satz der offiziellen Erklärung. Durch die Rücknahme der Markenzulassung können Generika-Hersteller die neue Indikation, nämlich die Behandlung des zerebralen Folat-Transportdefekts bei Patienten mit einer bestimmten genetischen Variante, nun auf ihre eigenen Zulassungen aufnehmen. Für Patienten ändert sich also wenig, der Wirkstoff bleibt verfügbar.
Was bleibt, ist die Frage, warum die Trump-Administration überhaupt so viel Aufhebens um ein Präparat gemacht hat, das sein Hersteller seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr verkauft. Eine Antwort darauf sucht man in den offiziellen Mitteilungen vergeblich.
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