Die Nachricht klingt gut. Wirklich gut sogar. Chinas Arzneimittelbehörde NMPA hat Blenrep zugelassen, GSKs Antikörper-Wirkstoff-Konjugat gegen rezidiviertes oder refraktäres multiples Myelom. In Kombination mit Bortezomib und Dexamethason, für Erwachsene, die mindestens eine Vortherapie hinter sich haben. Der Markt ist riesig: rund 180.000 Neudiagnosen pro Jahr weltweit, multiples Myelom ist die dritthäufigste Blutkrebserkrankung überhaupt.
Und die Aktie? Die fiel am Montag im frühen Londoner Handel um 0,37 Prozent auf 2.136 Pence. Mehr nicht.
GSK plc Aktie Chart
Die Zahlen aus Dreamm-7 sind nicht trivial
Dabei sind die Daten, auf denen die Zulassung beruht, alles andere als unspektakulär. Die Phase-3-Studie Dreamm-7 zeigte demnach ein um 42 Prozent reduziertes Sterberisiko gegenüber einem Daratumumab-basierten Triplet. Die progressionsfreie Überlebenszeit hat sich laut GSK fast verdreifacht. Das sind Zahlen, die in der Onkologie Aufmerksamkeit verdienen. Die chinesische Behörde hatte die Zulassung zudem mit Prioritätsstatus und Breakthrough-Therapy-Designation begleitet, weil das Präparat das Potenzial habe, eine wesentliche Verbesserung gegenüber verfügbaren Therapien zu bieten.
Hesham Abdullah, bei GSK als Senior Vice President Global Head Oncology zuständig, betonte zudem einen praktischen Vorteil: Blenrep sei der einzige Anti-BCMA-ADC, der vollständig ambulant verabreicht werden kann, ohne aufwendige Vorbehandlungsregimes oder Krankenhausaufenthalt. In einem Land wie China, wo die onkologische Infrastruktur je nach Region stark variiert, ist das kein unwichtiger Punkt.
Der Markt hat das schon eingepreist
Warum also die Gleichgültigkeit an der Börse? Weil gute Nachrichten eben keine Überraschungen sind, wenn sie erwartet wurden. Die Zulassung folgte auf Prioritätsprüfung und Breakthrough-Designation, die Richtung war also bekannt. GSK ist ein Schwergewicht und eine einzelne Länderzulassung bewegt da die Kursnadel nicht mehr groß.
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