Die Aktie von Grifols verzeichnete einen Kurssprung von rund 10 Prozent in Frankfurt, nachdem das spanische Pharmaunternehmen mitteilte, dass der Vorstand eine mögliche Börsennotierung der US-Biopharma-Sparte prüft. Die Initiative ist Teil eines umfassenderen Programms zur Selbstfinanzierung des Konzerns.
Das Unternehmen betonte in seiner Pflichtmitteilung vom 24. März, dass der Prozess zur Evaluierung eines Initial Public Offering in den Vereinigten Staaten eingeleitet wurde. Dabei gehe es um einen Teil der Anteile an der Tochtergesellschaft, die das US-Biopharma-Geschäft bündelt.
Grifols Aktie Chart
Erhebliche Unsicherheiten bei der Umsetzung
Grifols machte deutlich, dass eine tatsächliche Durchführung des Börsengangs an zahlreiche Bedingungen geknüpft ist. Neben regulatorischen und rechtlichen Anforderungen müssten auch interne Genehmigungen eingeholt werden. Zudem hänge die Entscheidung von den Marktbedingungen ab.
Das Unternehmen wies explizit darauf hin, dass es keine Garantie für die Durchführung oder den Abschluss eines solchen IPO gebe. Diese Formulierung lässt vermuten, dass sich der Konzern alle Optionen offenhält und die Transaktion bei ungünstigen Rahmenbedingungen auch verwerfen könnte.
Doppelnotierung weiterhin möglich
Unabhängig von einem möglichen US-Börsengang soll die Aktie von Grifols weiterhin in Spanien im automatisierten Handelssystem gehandelt werden. Eine Doppelnotierung würde dem Unternehmen Zugang zu beiden Kapitalmärkten verschaffen.
Die rechtliche Mitteilung stellte zudem klar, dass die Ankündigung selbst kein Verkaufsangebot oder eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren darstellt. Jegliches Angebot würde den US-Wertpapiergesetzen entsprechen und eine Registrierung erfordern.
Anleger dürften nun gespannt verfolgen, wie sich die Marktbedingungen in den kommenden Monaten entwickeln und welche konkreten Schritte Grifols unternimmt. Die starke Kursreaktion zeigt, dass der Markt eine US-Notierung grundsätzlich positiv bewertet, auch wenn der Ausgang noch völlig offen bleibt.
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