Graphite One Aktie: September 2026 im Fokus

Graphite One verlegt seine Anodenproduktion nach Conneaut, Ohio. Das Unternehmen erwartet die finale Genehmigung für sein Alaska-Projekt im September 2026.

Auf einen Blick:
  • Neuer Produktionsstandort in Conneaut
  • Erste Ausbaustufe bis Ende 2027
  • Rohgraphit aus Alaska geplant
  • Aktie deutlich unter Jahreshoch

Graphite One hat einen neuen Standort für seine Anodenmaterial-Fabrik in Ohio gesichert. Das kanadisch-amerikanische Unternehmen will damit seine heimische Lieferkette für Batterie-Graphit aufbauen — ein Vorhaben, das strategisch gut klingt, aber am Kapitalmarkt bislang wenig Begeisterung auslöst.

Conneaut statt Warren

Das Unternehmen hat einen Nutzungsvertrag mit einer Tochter der Canadian National Railway für ein Gelände in Conneaut, Ashtabula County, abgeschlossen. Der Wechsel vom bisherigen Standort in Warren war nötig, weil dort die Strominfrastruktur nicht rechtzeitig hätte aufgebaut werden können.

Conneaut bietet direkten Zugang zum Eriesee und dem Großen-Seen-Schifffahrtskorridor, Bahnanschluss über mehrere CN-Linien sowie ein bestehendes Umspannwerk auf dem Gelände. Kapazität für spätere Erweiterungen ist ebenfalls vorhanden.

Stufenweiser Aufbau bis 2027

Graphite One plant den Aufbau in Phasen. Das erste Modul soll 25.000 Tonnen Anodenmaterial pro Jahr produzieren. Langfristig zielt das Unternehmen auf 100.000 Tonnen jährlich.

Den Anfang macht eine Veredelungs- und Mischanlage in Ohio. Deren Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant, mit einer Anfangskapazität von 10.000 Tonnen pro Jahr. Sie ist eine von drei Teilanlagen des Gesamtprojekts.

Alaska bis Ohio: eine vollständige Kette

Das größere Bild ist ambitioniert. Graphite One will Rohgraphit aus dem Graphite-Creek-Projekt in Alaska verarbeiten und als Batteriematerial in Ohio veredeln. Graphite Creek gilt als die größte bekannte Graphitlagerstätte der USA. Das Genehmigungsverfahren läuft unter dem FAST-41-Programm, eine Entscheidung wird für September 2026 erwartet.

Die US-amerikanische Export-Import-Bank hat Finanzierungsinteresse von bis zu zwei Milliarden Dollar für die gesamte Lieferkette signalisiert. Abnehmer sollen die Elektrofahrzeug-Industrie, stationäre Energiespeicher und Rechenzentren sein.

An der Börse spiegelt sich dieser Aufbau bislang nicht wider. Die Aktie notiert rund 40 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau und liegt mehr als 53 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von Januar 2026. Das Genehmigungsurteil zu Graphite Creek im September dürfte der nächste echte Kursimpuls werden — in die eine oder andere Richtung.

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