Grab: OpenAI startet KI-Schulung für Partner

Symbolbild, KI-generiert

Grab startet mit OpenAI ein KI-Training für rund 30.000 Partner und erhält trotz niedrigerem Kursziel weiterhin ein Buy-Rating.

Auf einen Blick:
  • Bank of America reduziert Grab-Kursziel
  • Buy-Einstufung bleibt unverändert bestehen
  • KI-Schulungen für rund 30.000 Partner geplant
  • CEO erwirbt 10.350.000 Class-A-Aktien

Die veränderten Zinsbedingungen fordern ihren Tribut bei der Bewertung von wachstumsstarken Plattformkonzernen. Am 25. September passte Sachin Salgaonkar von Bank of America Securities das Kursziel für Grab Holdings an. Der Analyst senkte die Zielmarke von 4,90 auf 4,50 US-Dollar. Trotz dieses Schrittes bestätigte die Bank die Einstufung mit „Buy“.

Die Begründung der Experten verdeutlicht den Gegenwind am Kapitalmarkt. Das Haus verwies auf das anhaltend höhere Zinsumfeld. Zudem setzte das Institut reduzierte EBITDA-Multiplikatoren für die Geschäftsbereiche Delivery und Mobility an. Die Segmente für Essenslieferungen und Fahrdienste unterliegen damit vorsichtigeren Bewertungsmustern der Analysten.

Qualifizierungsoffensive mit OpenAI

Neben der Debatte um die Bewertung treibt das Unternehmen strategische Projekte voran. Am 23. September gaben Grab Holdings und OpenAI den Start der Initiative „GO Forward with AI“ bekannt. Im Rahmen des GrabAcademy-Programms sollen innerhalb von zwei Jahren rund 30.000 Partner geschult werden. Die Maßnahme soll Fahrer-, Liefer- und Händlerpartner in Südostasien mit praktischen KI-Kenntnissen vertraut machen.

Das Schulungsangebot startet zunächst in Singapur. Noch im Laufe des Jahres ist eine schrittweise Ausweitung auf weitere Märkte vorgesehen. Konkret sollen Thailand, Indonesien und die Philippinen folgen. Das Management zielt darauf ab, die Produktivität im Netzwerk zu stärken und die Akzeptanz neuer digitaler Werkzeuge im Alltag der Partner zu verankern.

Führungsspitze demonstriert Zuversicht

Ein Signal an den Markt setzte zudem die Unternehmensleitung. Am 21. September meldete CEO Anthony Tan einen bedeutenden Erwerb eigener Anteilsscheine an die US-Börsenaufsicht SEC. Der Vorstandsvorsitzende kaufte 10.350.000 Class-A-Aktien zu einem gewichteten Durchschnittspreis von 2,89 US-Dollar je Aktie. Solche Zukäufe durch Spitzenmanager gelten an den Finanzmärkten häufig als Vertrauensbeweis in das operative Potenzial.

Am Markt dominierte zuletzt dennoch die Zurückhaltung. Am Freitag ging die Aktie von Grab Holdings im europäischen Handel bei 2,75 Euro ins Wochenende. Seit Jahresanfang steht damit ein Kursverlust von 37 Prozent zu Buche. Die kommenden Quartale werden zeigen müssen, inwieweit die technologischen Investitionen und die Maßnahmen im Kerngeschäft die Bewertung stützen können.

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