Der Photonik-Spezialist Gooch & Housego steht vor dem Verkauf. Die US-Private-Equity-Firma Arlington Capital Partners bietet eine massive Prämie für das britische Ingenieursunternehmen. Der Vorstand empfiehlt die Annahme des Angebots einstimmig.
Die Übernahme erfolgt über die neu gegründete Greenlight Bidco. Aktionäre erhalten insgesamt 1.234,9 Pence je Aktie. Das Angebot setzt sich aus 1.230 Pence in bar und einer Dividende von 4,9 Pence zusammen.
Hoher Aufschlag für Aktionäre
Die Offerte bewertet das Eigenkapital mit etwa 345,6 Millionen Pfund. Der gesamte Unternehmenswert beläuft sich auf rund 400,5 Millionen Pfund. Im Vergleich zum Kurs am Vortag entspricht dies einem Aufschlag von rund 41 Prozent.
G&H-Chef Gary Bullard sieht in dem Deal eine Chance für die Eigentümer. Das Unternehmen kämpft als kleinerer Akteur an der Börse mit spezifischen Hürden. Lieferketten-Engpässe und steigende Germaniumpreise lasten auf dem operativen Geschäft.
Ebenso erschwert die geringe Größe den Kampf um Fachkräfte und frisches Kapital. Die neuen Eigentümer können diese Lasten abseits der Börse besser tragen. Zuvor hatte der Vorstand mehrere Annäherungsversuche von Arlington Capital Partners abgelehnt.
Volle Auftragsbücher in der Verteidigung
Trotz der operativen Hürden wächst die Nachfrage nach Präzisionsoptik. Der Auftragsbestand stieg zuletzt um 16,5 Prozent auf 167,3 Millionen Pfund. Besonders die Sparten Luftfahrt und Verteidigung zeigen eine starke Dynamik.
Der Abschluss der Transaktion wird für das vierte Quartal 2026 erwartet. Zuvor müssen die Aktionäre und die Regulierungsbehörden in Großbritannien und den USA zustimmen. Die Aktie reagierte bereits heftig und notiert aktuell bei 12,15 GBP, was einem Tagesplus von rund 39 Prozent entspricht.
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