Goldpreis steigt: Waffenruhe im Iran – Fragezeichen bleiben!

Der Goldpreis legt nach der vereinbarten Waffenruhe im Iran-Konflikt deutlich zu. Die Entspannung senkt Ölpreise und den US-Dollar, was das Edelmetall beflügelt, doch die Lage bleibt fragil.

Auf einen Blick:
  • Goldpreis steigt um 2,7 Prozent auf 4.833 US-Dollar
  • Waffenruhe zwischen USA und Iran für zwei Wochen vereinbart
  • Entspannung lässt Ölpreise und US-Dollar fallen
  • Israel setzt Gefechte im Libanon trotzdem fort

Der Goldpreis legte am Mittwochvormittag deutlich zu. Konkret ging es für die Edelmetall-Notierung um 2,7 % auf 4.833 US-Dollar pro Unze nach oben. Das 1-Monats-Minus verringerte sich dadurch auf -6,9 % (Stand: 08.04.2026, 8:30 Uhr).

Gold/US-Dollar Chart

Goldpreis steigt: Waffenruhe zwischen USA und Iran

Hintergrund des Kurssprungs ist erneut der Iran-Krieg – diesmal jedoch in positiver Form. Denn: Die USA und der Iran haben sich in der Nacht auf Mittwoch offenbar auf eine zweiwöchige Waffenruhe verständigt. Damit haben sich die schlimmsten Befürchtungen, wonach US-Präsident Trump mit massiven Vernichtungsschlägen gegen den Iran vorgehen könnte, nicht bewahrheitet.

Gleichzeitig kündigte der Iran nun offenbar an, die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus für zwei Wochen zu ermöglichen. In der Folge fielen die Ölpreise am Mittwochvormittag deutlich, was den Aktienmarkt insgesamt beflügelte – inklusive des Goldpreises.

Dieser entwickelte sich in den letzten Wochen in der Regel parallel zum Aktienmarkt, was eigentlich eher ungewöhnlich ist. Doch die Folgen des Iran-Kriegs belasteten auch die Wertperspektive des Edelmetalls, da die hohen Ölpreise die Inflationsängste antrieben, was wiederum die Aussicht auf Zinssenkungen schmälerte. Blieben die Zinsen hoch oder würden sogar noch weiter steigen, senkte das die Attraktivität von Gold als zinslose Vermögensanlage.

Gleichzeitig sorgte der Krieg für eine Aufwertung des US-Dollars, was den Goldpreis ebenfalls in Schach hielt, da das Edelmetall dadurch für Käufer außerhalb der USA effektiv teurer wird. Die nun offenbar vereinbarte Waffenruhe ließ den Dollar z.B. gegenüber dem Euro am Mittwochvormittag wieder abwerten, was den Goldpreis zusätzlich beflügelte.

Goldpreis: Lage in Nahost bleibt fragil

Entscheidend wird nun sein, ob die Waffenruhe hält und ob die Kriegsparteien einen verlässlichen Frieden aushandeln können. Allein die Tatsache, dass das Mullah-Regime in Teheran offenbar Bestand haben wird, dürfte für den US-Präsidenten eine erhebliche Niederlage darstellen, auch wenn dieser das öffentlich natürlich nicht eingestehen wird.

Entsprechend dürfte Trumps Regierung versuchen, in den Verhandlungen massiven Druck auf den Iran auszuwirken, was einen Kompromiss erschweren könnte. Der Goldpreis wird wohl also zunächst volatil bleiben.

Israel jedenfalls kündigte prompt an, die Waffenruhe gelte nicht für die Gefechte im Libanon. Zumindest dort wird der Krieg wohl also ungemindert fortgesetzt.

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