Gold-Futures zeigten sich am Freitag erholt, nachdem Anleger die Gelegenheit nutzten, nach dem deutlichen Rückgang am Vortag wieder einzusteigen. Der Donnerstag hatte dem Edelmetall stark zugesetzt, als ein festerer Dollar und steigende Renditen am Anleihemarkt die Notierungen belasteten. Trotz der Erholung zum Wochenschluss reichte es nicht, um eine vierte Verlustwoche in Folge zu verhindern – die längste Serie wöchentlicher Verluste seit geraumer Zeit.
Dollar und Anleiherenditen setzen Gold unter Druck
Die Stärke des US-Dollars erweist sich weiterhin als zentraler Belastungsfaktor für Gold. Ein festerer Greenback macht das in Dollar gehandelte Edelmetall für Käufer mit anderen Währungen teurer und mindert damit die Nachfrage. Parallel dazu ziehen höhere Renditen am Anleihenmarkt Kapital aus nicht verzinsten Anlagen wie Gold ab.
Diese Kombination aus makroökonomischen Faktoren dürfte in den kommenden Wochen entscheidend bleiben. Solange die Renditen auf erhöhtem Niveau verharren und der Dollar seine Stärke behält, erscheint eine nachhaltige Erholung des Goldpreises schwierig. Die Frage ist, wie lange Anleger bereit sind, gegen diesen Gegenwind anzukaufen.
Gold/USD Chart
Zentralbanken reduzieren ihre Goldreserven
Zusätzlichen Druck auf den Goldpreis üben Verkäufe aus den Reserven von Zentralbanken aus. Diese Entwicklung ist bemerkenswert, hatten doch Notenbanken in den vergangenen Jahren zu den größten Käufern des Edelmetalls gezählt. Ein Richtungswechsel in diesem Bereich könnte die Nachfragestruktur am Goldmarkt nachhaltig verändern.
Die Kombination aus technischen und fundamentalen Belastungsfaktoren lässt vermuten, dass Gold kurzfristig weiter unter Druck bleiben könnte. Als Anleger gilt es zu beobachten, wie sich die Geldpolitik der großen Notenbanken entwickelt und welche Signale von den Devisenmärkten ausgehen. Erst wenn sich hier eine Trendwende abzeichnet, dürfte Gold wieder Aufwind erhalten.
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