Der Goldpreis zeigte sich am Montagvormittag ohne großen Antrieb. So lief die Notierung mit einem marginalen Minus von 0,02 % auf 4.354 US-Dollar pro Unze seitwärts. Der Marktpreis konnte somit zunächst nicht an die starke Erholungsrallye der letzten Woche anknüpfen. Am Freitag hatte Gold den höchsten Stand seit Mitte Juni erreicht (Stand: 10.08.2026, 10:30 Uhr).
Auslöser waren schwächer als erwartete US-Arbeitsmarktdaten, die die Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank Fed deutlich gedämpft hatten. Auch die möglichen Fortschritte in Sachen Iran-Konflikt haben den Goldpreis unterstützt.
Goldpreis: Warten auf neue Daten aus den USA
Nach dem kräftigen Anstieg könnten Anleger nun Gewinne mitnehmen. Gleichzeitig richtet sich die Aufmerksamkeit auf die kommenden US-Inflationsdaten. Am Mittwoch wird der Verbraucherpreisindex (CPI) veröffentlicht, am Donnerstag folgt der Erzeugerpreisindex (PPI). Beide Daten könnten wichtige Hinweise darauf liefern, wie die Fed bei ihren kommenden Zinsentscheidungen vorgehen wird.
Für Gold sind die Zahlen besonders wichtig: Bleibt die Inflation unter Kontrolle, könnte dies den Druck auf die Fed verringern, die Zinsen weiter anzuheben. Niedrigere Zinsen machen Gold attraktiver, weil das Edelmetall selbst keine laufenden Zinsen abwirft. Dann wären weitere Preissteigerungen möglich.
Goldpreis: Schwache US-Konjunktur spricht weiterhin für das Edelmetall
Die jüngsten Arbeitsmarktdaten haben die Erwartungen an eine Zinserhöhung im September bereits deutlich verändert. Laut Reuters sehen die Terminmärkte inzwischen nur noch eine geringere als 50-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung bei der Fed-Sitzung am 15. und 16. September.
Für den Goldpreis bleibt damit entscheidend, ob die kommenden Inflationszahlen diesen Trend bestätigen. Sollten die Daten niedriger ausfallen als erwartet, könnte das den Goldpreis weiter stützen und den Weg für einen erneuten Anstieg ebnen. Gleichzeitig bleiben geopolitische Risiken ein Unsicherheitsfaktor. Eine Verschärfung der Lage im Nahen Osten könnte beispielsweise über höhere Ölpreise wieder Inflationsdruck erzeugen und damit die Zinserwartungen verändern.
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