Am Montagvormittag konnte der Goldpreis an die insgesamt positive Entwicklung der Vorwoche anknüpfen. So verzeichnete die Notierung ein Plus von 0,25 % auf 5.150 USD pro Unze. Somit hat das Edelmetall einen weiteren Teil der Ende Januar/Anfang Februar erlittenen Verluste kompensiert (Stand: 23.02.2026, 11:00 Uhr).
Goldpreis: Trumps Zoll-Wahnsinn geht in die nächste Runde
Am Montag im Fokus stand erneut US-Präsident Donald Trump, der mit seiner Politik abermals für Verunsicherung sorgt, was die Nachfrage nach Edelmetallen stärkt. Am Freitag hatte der Supreme Court in den USA die vom Präsidenten verhängten Zölle gegen etliche Handelspartner für rechtswidrig erklärt. Demnach hat Trump mit der Nutzung eines Gesetzes aus den 1970er-Jahren seine Befugnisse überschritten.
Eben jener „International Emergency Economic Powers Act“ (IEEPA) galt als rechtliche Grundlage, damit Trump die Einfuhrabgaben ohne Zustimmung der Parlamentskammern verhängen konnte. Der Oberste Gerichtshof sieht jene Argumentation nun aber als nicht zulässig an.
Doch Trump lässt diese für ihn extrem bittere Schlappe offenbar nicht auf sich sitzen. Der Staatschef kündigte noch am Wochenende an, die Zölle sogar erhöhen zu wollen und sich hierfür auf ein Handelsgesetz zu berufen. Die Folge: Die in den Monaten zuvor unter Schweiß und Tränen ausgehandelten Abkommen mit Partnern wie der EU könnten nun obsolet sein, sollte Trump die Abgaben tatsächlich noch weiter nach oben schrauben.
Goldpreis-Rallye wird von etlichen Faktoren beflügelt
Das wiederum sorgt aktuell erneut für massive Unwägbarkeiten und stärkt die Nachfrage nach dem sicheren Hafen Gold. Weitere Kurstreiber sind unter anderem geldpolitische Risiken wie die zunehmende De-Dollarisierung sowie geopolitische Konflikte – und hier vor allem die immer noch mögliche militärische Eskalation zwischen den USA und dem Iran.
Der Goldpreis steht auf 1-Jahres-Sicht mit 74 % und auf 3-Jahres-Sicht mit 181 % im Plus.
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