Nachdem der Goldpreis in den letzten Tagen eher seitwärts lief, ging es am Mittwochvormittag plötzlich stark nach oben. So verzeichnete das Edelmetall ein Plus von 2,6 % auf 4.677 US-Dollar pro Unze. Das 1-Monats-Minus verringerte sich somit auf -2,3% (Stand: 06.05.2026, 9:30 Uhr).
Iran-Krieg sorgt für negative Korrelation: Ölpreise fallen, Goldpreis steigt
Verantwortlich für den Kurssprung sind die am Mittwoch gefallenen Ölpreise und der schwächere US-Dollar. Seit Beginn des Iran-Kriegs zeigen der Goldpreis und die Ölpreise eine negative Korrelation. Heißt: Fallen die Ölpreise, zieht der Goldpreis in der Regel an.
Hintergrund sind die höheren Inflationserwartungen, die mit steigenden Ölpreisen einhergehen. Eine höhere Inflation schürt an den Märkten Ängste vor einer strengeren Zinspolitik. Diese wiederum wirkt sich traditionell negativ auf die Nachfrage nach Gold aus.
Gold hat sich damit ein Stück weit von seiner klassischen Rolle als Sicherungsvehikel entkoppelt – zumindest im Kontext des Iran-Kriegs. Normalerweise profitiert das wertbeständige und allseits anerkannte Edelmetall von geopolitischen Konflikten. Die extremen Auswirkungen des Kriegs in Nahost auf die Inflation und die möglichen Folgen für die Zinspolitik hebeln diesen Faktor derzeit aber aus.
Goldpreis im Zeichen des Iran-Kriegs: Trump macht wieder mal Hoffnung
Zuletzt hatte der Markt die Aktionen und Kommentare von US-Präsident Donald Trump als Beruhigung des Konflikts interpretiert. So hat Trump den Einsatz der US-Marine in der Straße von Hormus überraschend gestoppt und von „großen Fortschritten“ bei den Verhandlungen mit Teheran gesprochen.
Ob das tatsächlich zutrifft, bleibt jedoch unklar. Der US-Präsident hatte in den letzten Wochen immer wieder diplomatische Fortschritte betont, die letztendlich aber meistens nur Schall und Rauch waren.
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