Gold wirkt nach den Schwankungen der Woche erstaunlich gefasst. Der Spotpreis hält sich oberhalb von 4.530 US-Dollar, obwohl Renditen anziehen und das erste Londoner Fixing noch aussteht. Genau dieser Auktionsprozess dürfte den Ton für den weiteren Handel setzen.
Am Morgen notiert die Feinunze bei 4.537,91 US-Dollar. Damit liegt Gold klar über dem gestrigen LBMA-PM-Fixing von 4.482,85 US-Dollar. Der Markt hat sich also erholt, bleibt aber vorsichtig.
London gibt den Takt vor
Im frühen europäischen Handel pendelte der Preis in einer relativ engen Spanne. Das Tageshoch lag bei 4.566,86 US-Dollar, das Tief bei 4.520,76 US-Dollar. Die Gewinne aus dem asiatischen Handel bröckelten vor dem Londoner Vorhandel teilweise ab.
Der Grund ist einfach: Der physische Markt wartet auf das AM-Fixing. Die direkte Preisermittlung über die LBMA ist für viele institutionelle Akteure relevanter als einzelne Bewegungen im elektronischen Handel. Um 11:30 Uhr MEZ steht der nächste Fixing-Wert an.
Das Volumen liegt leicht unter dem Schnitt der vergangenen Wochen. Das passt zur aktuellen Stimmung. Viele große Marktteilnehmer halten sich zurück, bis der Londoner Referenzpreis mehr Klarheit liefert.
Regulierung stützt Rücksetzer
Unter der Oberfläche bleibt Gold strukturell gut unterstützt. Die Einstufung als „High-Quality Liquid Asset“ im Rahmen von Basel III stärkt die Rolle des Metalls in Bankbilanzen. Für Zentralbanken und Geschäftsbanken wird Gold damit nicht nur als Krisenmetall, sondern auch als liquide Bilanzposition wichtiger.
Das erklärt, warum Rücksetzer bislang relativ schnell Käufer finden. Kein Wunder, dass der Bereich oberhalb von 4.400 US-Dollar als robuste Zone wahrgenommen wird. Dazu kommt Nachfrage aus China, wo das Investmentinteresse privater Käufer zuletzt stärker war als die klassische Schmucknachfrage.
Indes bleibt der Renditeanstieg ein Gegenpol. Wenn Staatsanleihen mehr abwerfen, steigen die Opportunitätskosten der zinslosen Goldhaltung. Das bremst vor allem kurzfristige Käufer, die stark auf Makrodaten und Zinsbewegungen reagieren.
Technik bleibt eng begrenzt
Charttechnisch ist der Bereich um 4.520 US-Dollar die erste wichtige Unterstützung. Fällt Gold darunter, rückt das gestrige AM-Fixing bei 4.474,30 US-Dollar näher. Auf der Oberseite bleibt das nächtliche Hoch bei 4.566,86 US-Dollar die nächste Hürde.
Der Relative-Stärke-Index liegt im neutralen Bereich. Das spricht weder für eine überhitzte Rally noch für eine klare Ausverkaufslage. In Euro kostet die Feinunze derzeit 3.905,76 Euro, was die festere Gemeinschaftswährung im heutigen Handel widerspiegelt.
Das AM-Fixing wird nun zur ersten echten Standortbestimmung des Tages. Ein Wert oberhalb von 4.540 US-Dollar würde die Erholung stützen und könnte Anschlusskäufe begünstigen. Ein schwächeres Fixing würde den Blick rasch wieder auf die Unterstützungszone knapp über 4.520 US-Dollar lenken.
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