In Peking verhandeln Donald Trump und Xi Jinping. An den Rohstoffmärkten herrscht derweil Zurückhaltung. Der Goldpreis kämpft am Donnerstag um die Marke von 4.700 US-Dollar je Feinunze. Das Edelmetall steckt in einer Zwickmühle. Auf der einen Seite stützen geopolitische Spannungen die Nachfrage nach sicheren Häfen. Auf der anderen Seite drücken hartnäckige US-Inflationsdaten auf den Kurs.
US-Inflation dämpft Zinshoffnungen
Im frühen Handel notiert Spot-Gold leicht im Plus. Zuvor hatte das Edelmetall zwei Verlusttage verbucht. Der Auslöser war die US-Teuerungsrate. Die Erzeugerpreise stiegen im April unerwartet stark um sechs Prozent im Jahresvergleich. Ohne schwankungsanfällige Komponenten lag der Kernindex bei 5,2 Prozent.
Die Folge: Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterten auf fast 4,5 Prozent. Höhere Zinsen machen das zinslose Gold für Anleger unattraktiver. Der Markt preist eine baldige Lockerung der Geldpolitik fast vollständig aus. Laut CME Group erwarten knapp 96 Prozent der Händler im Juni unveränderte Leitzinsen.
Zentralbanken stützen den Markt
Abseits der Tagespolitik liefert die fundamentale Nachfrage ein starkes Fundament. Im ersten Quartal stieg der weltweite Goldhunger auf 1.231 Tonnen. Der Wert der Käufe erreichte ein Rekordniveau von 193 Milliarden Dollar.
Besonders die Notenbanken treten als verlässliche Käufer auf. Sie erwarben netto 244 Tonnen. Polen baute seine Reserven um 31 Tonnen aus und bleibt Spitzenreiter in Europa. Auch die chinesische Zentralbank stockte ihre Bestände auf über 2.300 Tonnen auf. Geopolitische Faktoren treiben diese Käufe an.
Warten auf Signale aus China
Charttechnisch ist Gold derzeit eingeklemmt. Nach unten stützt eine kurzfristige Durchschnittslinie bei 4.688 Dollar. Nach oben blockiert der 50-Tage-Durchschnitt bei 4.749 Dollar den Weg. Erst bei einem Ausbruch aus dieser engen Spanne entsteht ein klares Trendsignal. Fällt der Kurs, wartet die nächste massive Unterstützung erst weit tiefer.
Der entscheidende Impuls dürfte aus Peking kommen. Trump hat den Handel zur Priorität des Gipfels erklärt. Analysten erwarten keine großen diplomatischen Durchbrüche. Wahrscheinlicher sind pragmatische Vereinbarungen über Agrarprodukte oder Flugzeuge.
Eine Verlängerung des bis November 2026 laufenden Handelsfriedens würde Unsicherheit aus dem Markt nehmen. Entspannt sich der Konflikt spürbar, gerät der sichere Hafen Gold kurzfristig unter Druck. Dominiert hingegen die Risikoaversion, rückt der nächste Widerstand bei 4.788 Dollar in den Fokus.
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