Der Druck auf den Goldpreis hält an. Am Freitagmorgen verzeichnete die Edelmetall-Notierung einen weiteren Rückgang von rund 1 % auf 3.980 US-Dollar pro Unze. Damit fiel der Marktpreis unter die psychologisch wichtige Marke von 4.000 USD. Auf 6-Monats-Sicht hat der Goldpreis knapp 14 % eingebüßt (Stand: 30.10.2026, 9:00 Uhr).
US-Wirtschafsdaten: Zinssorgen belasten den Goldpreis
Für Gegenwind sorgten am Freitagvormittag neue Wirtschaftsdaten aus den USA. Das US-Bruttoinlandsprodukt wuchs demnach im dritten Quartal auf annualisierter Basis um 3,4 % und damit stärker als die erwarteten 3,2 %. Gleichzeitig lag der von der Fed bevorzugte Inflationsindikator, der Kern-PCE-Preisindex, mit 3,1 % weiter deutlich über dem Inflationsziel.
Die Kombination aus robustem Wirtschaftswachstum und anhaltendem Preisdruck verstärkt die Erwartungen einer weiteren Zinserhöhung im Dezember. Für Gold ist dieses Umfeld besonders ungünstig, weil steigende Zinsen die Attraktivität nicht verzinslicher Anlagen verringern. Gleichzeitig rücken nun die US-Zwischenwahlen sowie die anstehenden Arbeitsmarktdaten, insbesondere die Nonfarm Payrolls, als nächste wichtige Kurstreiber in den Fokus der Anleger.
Vor allem die gestiegenen Öl- und Treibstoffpreise heizen die Inflation in den USA und anderen Volkswirtschaften an. Entsprechend hat der Goldpreis seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar merklich abgewertet.
Neue Goldpreis-Rallye 2027?
Für 2027 sehen viele Analysten nach der laufenden Korrektur jedoch wieder Aufwärtschancen für das Metall. Die Großbank UBS etwa hält einen Anstieg des Goldpreises auf bis zu 5.400 Dollar bis September 2027 für möglich. Die Experten betonen vor allem die strukturelle Nachfrage nach dem Edelmetall vonseiten der Zentralbanken und anderer langfristiger Käufer.
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