Am Montag hat der Goldpreise abermals neue Rekorde markiert. So verzeichnete die Edelmetall-Notierung zur Mittagszeit ein Plus von 1,84 % auf 4.593 US-Dollar pro Unze (Stand: 12.01.2026, 12:00 Uhr). Der Goldpreis steht damit auf 1-Jahres-Sicht mit knapp 70 % im Plus.
Goldpreis: Iran auf Messers Schneide
Hintergrund des jüngsten Kursschubs ist erneut die brisante Geopolitik – diesmal vor allem bedingt durch die Situation im Iran. Die Proteste gegen das islamistische Regime sind in den letzten Tagen mehr und mehr eskaliert, woraufhin die USA eine mögliche Intervention im Iran ankündigten.
Noch ist völlig ungewiss, wie es in dem Land weitergeht. Beobachter befürchten aber, dass das in der iranischen Bevölkerung zunehmend unbeliebte Mullah-Regime die Gewaltspirale weiter eskalieren könnte, um sich irgendwie an der Macht zu halten. In der Folge könnte der gesamte Nahe Osten kurzfristig destabilisiert werden. Eine düstere Aussicht, die jedoch den Goldpreis als sicherer Hafen unterstützt.
Goldpreis: Weißes Haus erhöht Druck auf Zentralbank Fed
Hinzu kommen neue Querelen rund um die US-Notenbank Fed. Deren Chef Jerome Powell machte Ermittlungen der US-Justiz gegen ihn öffentlich. Offenbar versucht die Trump-Regierung so den Notenbanker aus dem Amt zu drängen. Powell wiederum sieht darin den Versuch, die Unabhängigkeit der US-Zentralbank zu unterminieren.
Nach Veröffentlichung der Ermittlungen gegen Powell gab der US-Dollar deutlich an Wert ab. Eine größere Einflussnahme des Weißen Hauses auf die Fed dürfte das Vertrauen in die US-Geldpolitik weiter erodieren lassen, woraufhin die Nachfrage nach Gold steigen dürfte. Viele Zentralbanken kaufen derzeit das Edelmetall im großen Stile ein und verringern gleichzeitig ihre Dollar-Reserven. Dieser Trend gilt als einer der wichtigsten Faktoren für die laufende Goldpreis-Rallye.
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