Goldpreis im Plus: Was Sie jetzt wissen müssen!

Goldpreis steigt um 1,7 Prozent, getrieben von sinkenden Ölpreisen und Hoffnung auf Waffenruhe im Iran-Krieg.

Auf einen Blick:
  • Goldpreis legt um 1,7 Prozent zu
  • Sinkende Ölpreise stützen die Erholung
  • Hoffnung auf Waffenruhe im Iran-Krieg
  • Zentralbankkäufe als langfristiger Preistreiber

Am Dienstagmorgen zeigte sich der Goldpreis deutlich in Grün. So ging es für die Edelmetall-Notierung um 1,7 % auf 4.074 US-Dollar pro Unze nach oben. Das 6-Monats-Minus verringerte sich damit auf -15,6 %. Auf 1-Jahres-Sicht lag das Plus bei +20,1 % (Stand: 21.07.2026, 8:30 Uhr).

Goldpreis: Hoffnung auf Waffenruhe im Iran-Krieg

Verantwortlich für den Kursschub dürfte der Rückgang der Ölpreise am Dienstagvormittag sein. So verlor die Nordseesorte Brent zum gleichen Zeitpunkt 1,1 % auf 88,25 US-Dollar pro Barrel. Gold und Öl entwickeln sich seit Beginn des Iran-Kriegs gegensätzlich. Denn: Steigen die Ölpreise, nimmt die Furcht vor einer höheren Inflation und steigenden Leitzinsen zu. Diese wiederum wirken sich traditionell negativ auf das zinslose Asset Gold aus.

Heißt: Entspannt sich der Iran-Krieg, war das in den letzten Monaten in der Regel ein Aufwärtssignal für den Goldpreis. Zwar beharken sich die Kriegsparteien derzeit mit militärischen Schlägen. Vermittler bemühen sich laut Medienberichten aber um eine neue Waffenruhe. Vor allem Pakistan, Ägypten und Katar versuchen den eskalierenden Konflikt, der längst große Teile des Nahen Ostens umfasst, zu beruhigen. Nach Angaben der Nachrichtenwebsite „Axios“ prüft die US-Regierung aktuell den Vorschlag einer Waffenruhe.

Goldpreis: Zentralbankkäufe als fundamentale Stütze

Gleichzeitig bleibt das übergeordnete Umfeld für den Goldpreis laut vielen Analysten eher bullisch. Die Branchenorganisation World Gold Council (WGC) hatte kürzlich einen möglichen Ausbruch der Notierung in Aussicht gestellt. Hintergrund sind unter anderem die anhaltend hohen Zentralbankkäufe z.B. in China.

So weist eine neue Analyse von Goldman Sachs darauf hin, dass Chinas tatsächliche Goldkäufe weit über den offiziell gemeldeten Zahlen liegen könnten. Allein im Mai könnten über den Londoner OTC‑Markt rund 48 Tonnen erworben worden sein – fast das Fünffache der offiziellen Angaben.

Diese verdeckte Akkumulation gilt als struktureller, mehrjähriger Trend und schafft laut Goldman einen stabilen Preisuntergrund, selbst wenn die Fed kurzfristig Druck ausüben und die Zinsen erhöhen würde. Das Investmentinstitut hält deshalb an seiner Prognose fest, dass Gold bis Ende 2026 auf rund 4.900 US‑Dollar steigen könnte.

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