Goldpreis: Fed-Zurückhaltung und Nahost-Eskalation!

Der Goldpreis fiel auf den tiefsten Stand seit Februar, nachdem die US-Notenbank nur eine Zinssenkung für 2026 signalisierte und die Eskalation im Nahen Osten die Märkte belastet.

Auf einen Blick:
  • Gold fiel am Mittwoch um 2,9% auf 4.860 Dollar je Unze
  • Fed signalisiert nur eine weitere Zinssenkung für 2025
  • Dollar-Stärke und hohe Zinsen belasten das Edelmetall
  • Ölpreise über 110 Dollar dämpfen Hoffnung auf Zinswende

Der Goldpreis geriet in den vergangenen Tagen deutlich unter Druck. Am Mittwoch fiel das Edelmetall um 2,9 Prozent auf 4.860 Dollar je Unze und markierte damit den tiefsten Stand seit Anfang Februar. Am Donnerstagmorgen konnte sich der Preis leicht erholen und stieg um 0,7 Prozent, nachdem die Rally des US-Dollars eine Pause einlegte.

Die Entwicklung steht im direkten Zusammenhang mit der jüngsten Entscheidung der Federal Reserve. Die Notenbank beließ die Zinsen erwartungsgemäß unverändert und deutete in ihren Projektionen lediglich eine weitere Zinssenkung für das laufende Jahr an. Fed-Chef Jerome Powell räumte ein, dass die aktuellen Prognosen angesichts der Unsicherheit durch den Iran-Konflikt mit großer Vorsicht zu betrachten seien.

Gold/US-Dollar Chart

Fed-Zurückhaltung belastet Anlegerstimmung nachhaltig

„Powell signalisierte deutlich, dass die Fed an der Seitenlinie steht, und seine sanften dovischen Andeutungen reichten bei weitem nicht aus, um Gold zu stützen“, erklärte Tai Wong, ein unabhängiger Metallhändler. Er ergänzte, dass der Einbruch unter die Marke von 5.000 Dollar je Unze technisch beunruhigend sein könnte, die langfristige Aufwärtsstimmung jedoch nicht beeinträchtigen dürfte.

Der stärkere Dollar macht Gold für Anleger mit anderen Währungen weniger attraktiv. Hinzu kommt, dass hohe Zinsen die Opportunitätskosten für das zinslose Edelmetall erhöhen. Die US-Erzeugerpreise stiegen im Februar stärker als erwartet, was die Sorgen vor anhaltend hoher Inflation verstärkt.

Nahost-Konflikt treibt Ölpreise über 110 Dollar

Die Eskalation im Nahen Osten belastet die Märkte zusätzlich. Nach einem Angriff auf das iranische Pars-Gasfeld kündigte Teheran Vergeltungsschläge gegen Öl- und Gasziele in der gesamten Golfregion an. Die Ölpreise kletterten daraufhin über 110 Dollar je Barrel, was die Inflationssorgen weiter anheizt.

„Die Erwartungen für US-Zinssenkungen waren ein Eckpfeiler des Goldanstiegs, aber die steigenden Ölpreise haben die Hoffnungen auf geldpolitische Lockerungen gedämpft“, analysierte Tim Waterer, Chefmarktanalyst bei KCM Trade. Seit dem US-israelischen Angriff auf Iran Ende Februar hat Gold mehr als 9 Prozent an Wert verloren.

Die Frage bleibt, wie lange der Dollar seine Position als bevorzugter sicherer Hafen behaupten kann. Sollte sich die Lage im Nahen Osten weiter verschärfen oder die Inflation deutlicher zurückgehen als erwartet, könnte Gold seine traditionelle Rolle als Krisenwährung zurückerobern. Anleger dürften die kommenden Wirtschaftsdaten und Entwicklungen im Konflikt genau beobachten.

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