Der Goldpreis zeigt sich am Freitag erholt und klettert um 0,6 Prozent auf 4.950 Dollar je Unze. Dennoch steuert das Edelmetall auf einen Wochenverlust von 0,2 Prozent zu. Am Donnerstag war Gold noch um rund 3 Prozent eingebrochen und hatte dabei die psychologisch wichtige Schwelle von 5.000 Dollar unterschritten. Anleger richten ihre Aufmerksamkeit nun auf die um 14:30 Uhr deutscher Zeit erwarteten US-Inflationsdaten, die neue Hinweise auf den Kurs der Geldpolitik liefern könnten.
Technische Marken verstärken Verkaufsdruck
„Bei derart erhöhter Volatilität wirken diese großen runden Marken als Indikatoren dafür, wo Positionen liegen könnten. Große Durchbrüche beschleunigen diese Bewegungen dann deutlich“, erklärte Kyle Rodda, leitender Marktanalyst bei Capital.com, gegenüber Reuters. Der Analyst verweist darauf, dass Edelmetalle in der Nacht gemeinsam mit Aktien gefallen seien, ohne dass es dafür einen klaren makroökonomischen Auslöser gegeben habe.
Die Schwäche im Technologiesektor, die Aktien wie Apple unter Druck setzte, strahlte auch auf den Goldmarkt aus. Asiatische Börsen gaben am Freitag von ihren Rekordhochs nach, was die Stimmung bei risikoreicheren Anlagen belastete. Gold gilt traditionell als sicherer Hafen, doch in Phasen allgemeiner Marktturbulenzen kann auch das Edelmetall in Mitleidenschaft gezogen werden.
Gold/US-Dollar je Unze Chart
Arbeitsmarktdaten verschieben Zinssenkungserwartungen
Zusätzlichen Druck auf Gold übten die am Mittwoch veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten aus. Diese zeigten, dass der amerikanische Arbeitsmarkt das Jahr 2026 auf festerer Basis begonnen hat als erwartet. Die robusten Zahlen verstärken die Einschätzung, dass die Notenbank die Zinsen länger auf erhöhtem Niveau belassen könnte. Aktuell preisen Märkte zwei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte für dieses Jahr ein, wobei der erste Schritt für Juni erwartet wird.
Gold wirft zwar keine laufenden Erträge ab, profitiert aber in der Regel von einem Niedrigzinsumfeld. In Indien rutschte das Edelmetall diese Woche erstmals seit einem Monat auf einen Abschlag, da volatile Preise Käufer abschreckten. In China hingegen zeigt sich die Nachfrage robust, während das Land auf die Feierlichkeiten zum Mondneujahr zusteuert.
Silber erholte sich am Freitag um 1,5 Prozent auf 76,31 Dollar je Unze, nachdem es am Vortag um 11 Prozent eingebrochen war. Für die Woche bleibt dennoch ein Minus von 2,1 Prozent stehen. Wie sich die Inflationsdaten auf die Erwartungen an die Geldpolitik auswirken werden, dürfte die Richtung für Edelmetalle in den kommenden Handelstagen maßgeblich beeinflussen.
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