Eigentlich läuft das anders. Gold steigt, wenn die Welt brennt, wenn Krisen eskalieren, wenn Anleger nicht mehr wissen, wohin mit ihrem Geld. Doch am Donnerstagnachmittag war es ausgerechnet die Hoffnung auf Frieden, die dem Goldpreis den dritten Gewinntag in Folge bescherte.
Iran-Deal in Sicht?
Der Optimismus über ein mögliches Abkommen zur Beendigung des Krieges gegen den Iran machte die Runde. Für die Ölmärkte war das eine klare Sache: Die Preise gaben nach, denn weniger geopolitische Spannung bedeutet weniger Risikoaufschlag. Soweit die Lehrbuchantwort.
Gold hätte eigentlich dasselbe tun müssen. Weniger Krise, weniger Flucht in sichere Häfen, weniger Nachfrage nach dem gelben Metall. Hat es aber nicht.
Gold/US-Dollar Chart
Drei Tage, eine Richtung
Stattdessen zog der Preis nun zum dritten Mal in Folge an. Was dahintersteckt, ist nicht ganz eindeutig. Möglicherweise läuft Gold gerade auf einem anderen Gleis, getrieben von Dollarentwicklung, Zinsspekulationen oder schlicht von Käufern, die die jüngsten Rücksetzer als Einstieg nutzten.
Frieden als Goldtreiber?
Was bleibt, ist eine merkwürdige Konstellation: Öl fällt wegen Friedenshoffnung, Gold steigt trotzdem. Für Anleger, die Gold als reinen Krisenindikator lesen, ist das verwirrend. Für alle anderen ist es ein Hinweis, dass das Metall längst mehr Faktoren folgt als nur dem nächsten Eskalationsschritt auf der Weltkarte. Drei Tage in Folge nach oben, und ausgerechnet dann, wenn die Schlagzeilen eigentlich entspannter klingen. So einfach ist das mit Gold eben nicht.
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