Goldman Sachs: Ölprognose revidiert!

Goldman Sachs passt Ölpreisprognosen nach US-Iran-Waffenruhe an, senkt kurzfristige Ziele. Die Lage bleibt volatil, da Zweifel an der Stabilität des Abkommens die Märkte bewegen.

Auf einen Blick:
  • Kurzfristige Ölpreisziele deutlich gesenkt
  • Geopolitische Spannungen treiben Volatilität
  • Risiko einer dauerhaften Hormus-Sperrung bleibt
  • Preise erholen sich nach jüngsten Verlusten

Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hat die Energiemärkte kräftig durchgeschüttelt – und Goldman Sachs hat seine Rohölprognosen entsprechend angepasst. Was die neue Einschätzung für Anleger bedeutet, ist dabei alles andere als eindeutig.

Brent-Ziel gesenkt, Risiken bleiben

Die US-Investmentbank hat ihre Preisprognose für Brent-Rohöl im zweiten Quartal 2026 von zuvor 99 Dollar auf 90 Dollar je Barrel zurückgenommen. Beim amerikanischen WTI-Öl fiel die Anpassung ähnlich aus: von 91 auf 87 Dollar. Für das dritte und vierte Quartal hält Goldman hingegen an seinen bisherigen Erwartungen fest – 82 beziehungsweise 80 Dollar für Brent, 77 und 75 Dollar für WTI.

Die Revision folgt dem deutlichen Preisrückgang der vergangenen Handelstage. Brent-Öl verlor allein in dieser Woche mehr als elf Prozent, nachdem Hoffnungen auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus aufkeimten.

Brent Rohöl Aktie Chart

Zweifel am Waffenstillstand treiben Preise zurück

Doch die Erleichterung hielt nicht lange an. Israelische Angriffe im Libanon am Mittwoch veranlassten Teheran zu erklären, weitere Friedensgespräche seien derzeit „unangemessen“. Hinzu kamen Raketen- und Drohnenangriffe auf Kuwait, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate – die Lage in der Region bleibt damit hochgradig fragil.

Goldman Sachs skizziert für den Fall einer anhaltenden Sperrung der Meerenge ein deutlich schärferes Szenario: Sollte der Warentransport durch Hormus dauerhaft beeinträchtigt bleiben, könnten die Brent-Preise erneut dreistellige Niveaus ansteuern. Ob das zweiwöchige Waffenstillstandsabkommen tatsächlich hält, gilt in Marktkreisen als offene Frage – und genau das spiegelt sich im heutigen Preisanstieg wider. WTI legte am Donnerstagmorgen um knapp drei Dollar auf rund 97 Dollar zu, Brent zog auf knapp 97 Dollar an.

Für Goldman Sachs als Investmentbank ist die eigene Prognosearbeit zu Rohstoffmärkten ein zentrales Aushängeschild – Revisionsbedarf in beide Richtungen innerhalb kurzer Zeit zeigt, wie unberechenbar das geopolitische Umfeld derzeit bleibt.

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