Der Aktienhandel hat Goldman Sachs ein starkes drittes Quartal beschert. Die Investmentbank verdiente deutlich mehr als erwartet, und der Dow Jones bekam dadurch Rückenwind. Während Konkurrenten wie Citigroup und Wells Fargo an der Börse nachgaben, legte Goldman zu.
Aktienhandel als Treiber
Der Quartalsgewinn stieg um 29 Prozent auf rund 5,3 Milliarden Dollar. Je Aktie standen 17,01 Dollar zu Buche, Analysten hatten mit etwa 12,82 Dollar gerechnet. Das ist ein deutlicher Sprung.
Die gesamten Erträge wuchsen um fast ein Viertel auf 18,68 Milliarden Dollar. Erwartet worden waren knapp 16,8 Milliarden. Den größten Anteil lieferte der Aktienhandel: Die Erträge dort legten um mehr als 70 Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar zu.
Der Handel mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen gab minimal nach. Auch die Gebühren der Investmentbank sowie die Erträge aus Fondsgeschäft und Vermögensverwaltung zogen an. Der Zinsüberschuss sank leicht auf 3,77 Milliarden Dollar, übertraf aber die Erwartungen.
Die Kosten wuchsen mit 20 Prozent allerdings spürbar, vor allem wegen höherer transaktionsbasierter Aufwendungen und höherer Personalkosten. Die Risikovorsorge für Kreditausfälle lag bei 368 Millionen Dollar.
Dow-Schwergewicht gibt Impuls
An der Börse kam das gut an. Vorbörslich lag die Aktie zeitweise gut drei Prozent im Plus, im regulären Handel in New York kletterte sie zeitweise um 2,2 Prozent auf 913,61 Dollar. Mit einem Indexgewicht von über zehn Prozent ist Goldman der schwerste Titel im Dow und zog den Leitindex mit nach oben. Der Nasdaq 100 stand dagegen wegen schwacher Chipwerte unter Druck.
Auch im Branchenvergleich ragte Goldman heraus. JPMorgan verfehlte die Erwartungen leicht, weil der Anleihehandel schwächelte. Citigroup und Wells Fargo übertrafen zwar die Gewinnerwartungen, ihre Aktien gaben aber nach.
Für Aktionäre steht zudem die Dividende fest: Der Verwaltungsrat hat am Montag 5,00 Dollar je Aktie beschlossen. Sie wird am 30. Dezember 2026 an die Aktionäre gezahlt, die am 2. Dezember 2026 im Register stehen.
Damit liefert Goldman einen Beleg dafür, wie stark das Geschäft mit Aktienhändlern und Kapitalmarktmandaten derzeit läuft. Die Stärke im Aktienhandel kompensierte die leichte Schwäche im Anleihegeschäft klar.
Goldman Sachs-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Goldman Sachs-Analyse vom 13. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Goldman Sachs-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Goldman Sachs-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
